BGE 56 III 141
BGE 56 III 141Bge30.11.1926Originalquelle öffnen →
140 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 36. setzlmg der bisher nicht endgültig abgeschlossenen Betrei- bung. Es wäre auch gar nicht einzusehen, wieso der Schuldner, der sich durch Verstreichenlassen der Rechts- vorschlagsfrist der Zwangsvollstreckung in sein ganzes pfändbares Vermögen unterworfen hat, entgegen der ange- führten Regel dieser Zwangsvollstreckung nicht noch wäh- rend weiteren sechs Monaten unterworfen bleiben müsste, nachdem die Betreibung (teilweise) fruchtlos war. Indessen würde die Ausstellung eines vorbehaltlosen Pfändungs- verlustscheines den Schuldner ungerechtfertigterweise (vgl. BGE 25 I S. 39 Erw_ 3 = Sep.-Ausg. 2 S. 82 Erw.3) der Gefahr aussetzen, dass er auch gegenüber einer später als sechs Monate gestützt auf diesen Verlustschein neu angehobenen Betreibung mit der Einrede des Mangels neuen Vermögens ausgeschlossen wäre, weil diese Einrede nur gegenüber einer auf Konkursverlustschein gestützten Betreibung mit dem Erfolg erhoben werden kann, dass die Betreibung bis zum Nachweise des Vorhandenseins neuen Vermögens eingestellt bleibt, während umgekehrt der Pfändungsverlustschein einen Rechtsöffnungstitel ab- gibt, der nicht durch die Einrede des Mangels neuen Ver- mögens entkräftet werden kann. Dieser Gefahr will die Vorinstanz zutreffend mit der Anordnung begegnen, dass der Angabe des Grundes der Forderung im Verlustschein beigefügt werde, sie beruhe auf einem Konkursverlust- schein, wobei insbesondere aUQh dessen Datum zu ver- eichnen ist. Dagegen braucht die Ausstellung dieses Pfändungsverlustscheines nicht an die -vom Rekur- renten angebotene -Rückgabe des Konkursverlust- scheines geknüpft und jener nicht als Ersatz dieses letz- teren bezeichnet zu werden, wie die Vorinstanz ausserdem, jedoch ohne nähere Begründung, noch angeordnet hat. Der Schuldner wird hinreichend dadurch geschützt, dass ncr Betrag des Konkursverlustscheines um die in der streitigen Betreibung eingebrachten und, bei Fortsetzung binnen sechs .Monaten, allfällig noch einzubringenden Summen herabgesetzt wird, dass im letzteren Falle das Schuldbetreibungs-und KonkursrechL Xc 37. Bl gleiche auoh mit dem er&ten Pfändungsverlustschein geschieht, und dass ausserdem der dann neu auszustellende Pfändungsverlustschein wiederum den Zusatz erhält, die Forderung beruhe auf Konkursverlustschein . Dritte vor dem Missbrauch der mehreren Verlustscheine durch den Versuch mehrmaliger Abtretung einer und derselben Forderung zu schützen, ist nicht Aufgabe der Betreibungs- behörden. Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer : Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen teilweise begründet erklärt. 37. Sentenza 16 aettembre 1930 nella causa Soldati A C. Un sequestro, conseguito su beni gia oggetto di un'esecuzione in realizza.ione di pegno, non e di ostacolo alla doma.nda di 1'00, lizzazione da parte deI creditore pignoratizio. -Se il creditore sequestrante contesta tempestivamente il diritto di pegno, la contestazione non puo dar luogo 801 procedimento di cui agli art. 106·109 LEF, ma deve liquidarsi, se il ricavo dei beni venduti nel frattempo non basta per soddisfare tutti i creditori, in sede di collocazione e di riparto. Non essendo stata impugnata tempestivamente, la procedura secondo gli an. 106-109 deve essere condotta a termine e la causa pendente ultimata ; il giudizio che interverra sara. decisivo per la quas- tione di collocazione e di ripano deI ricavo_ (Art. 106-109; 275; 281 LEF_) Wird auf Gegenstände A r res t gelegt, bezüglich welcher bereitfl B e t r e i b u n gau f P fan d ver wer tun gangehoben worden ist, so stßht dies dem Verwertungsbegehren des Pfandgläubigers nicht entgegen. Bestreitet der Arrestgläu- biger das Pfandrecht, so ist hierüber nicht das Widerspruchs. verfa.hren gemäss Art,. 106/9 SchKG zu eröffnen, sondern im Kollokations-und Verteilungsverfahren .. zu entscheiden, sofern der Erlös nicht zur Deckung sämtlicher beteiligter Gläubiger hinreicht. Ist jedoch gegen die Einleitung des Widorf1pruch,,:- verfahrens nicht rechtzeitig Beschwerde geführt worden, so ist es zu Ende zu fiihren und ebenso der Widerspruchsprozess,
dendo il contrario. JjJ. _ Colla querelata. decisione l'istanza cantonale ha respinto il gra.vame in ordine e nel merito. AB 56 III -1930 11
144 Schuldbetreibungs-und Konkursrooht. N0 37. Gonsiderando in diritto :
146 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht_ No 37. Contro quest'illazione non urta la circostanza,· che il sequestro e inoperante nei comronti d 'un pignoramento precedente. Sul ricavo dei beni staggiti il pignoramento conferisce al creditore pignorante un privilegio opponibile ad ogni creditore, che non sia al beneficio dello stesso privilegio conseguito eon un pignoramento tempestivo, cioe fatto nei termini di partecipazione. A questo riguardo la legge assimila il sequestro ad un pignoramento provvi- sorio solo nei limiti dell'art. 281 LEF. In questo senso la conclusione della ricorrente tendente a rivendicare per se sola il ricavo in discorso appare infondata. 3. -Da quanto precede risulta dunque che a torto, di fronte aHa contestazione dello Scolari deI diritto di ritenzione vantato dalla ricorrente, l'Ufficio di Mendrisio ha iniziato il procedimento di cui agli art. 106-109 LEF: doveva semplicemente dar seguito aUa domanda di vendita deHa creditrice ed, ove occorresse, allestire uno stato di collocazione. Ma., nel caso in esame, il procedimento del- I'Ufficio non essendo stato impugnato tempestivamente per quanto concerne l'applicazione degli art. 106-109 e la causa di contestazione deI diritto di ritenzione essendo pendente, il deposito dello stato di collocazione potra essere differito fino alla definizione di quella causa, poicM, in queste. condizioni, non v'ha motivo per obbligare Scolari ad introdurre la stessa. causa ancora una volta in fase di riparto. Il giudizio che interverra neUa causa pendente sara decisivo per la questione di collocazione e di riparto deI ricavo. La Oamera Esec'Uzioni e Fallimenti pron'Uncia: Il ricorso e respinto nel senso dei considerandi. Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 38. 38. Entscheid. vom 17. September 1930 i. S. Konkursmasse Galli und. Eousarten. 147 Die Konkursmasse kmUl ihre Konkursdividendenschuld auch nicht mit einer erst nach der Aufstellung des Kolloka- tionsplanes bekannt gewordenen und gerichtlich beurteilten Forderung des Gemeinschuldners ver r e c h n e n. La masse de 180 faiIlite ne peut. pas compenser sa dette relative au dividende avec une creance du failli, dont l'existence n'a ete connue et constatee par jugement qu'apres etablissement du plan de collocation. La massa fallimentare non puo compensare il suo debito derivante dal dividendo con un credito deI fallito conosciuto e constatato giudizia.ra.mente solo dopo l'allestimento della graduatoria. A. -Als am 30. November 1926 über F. Galli der Konkurs eröffnet wurde, schwebte beim Bezirksgericht St. Gallen ein von E. Graf angestrengter Prozess auf Rückzahlung eines Darlehens von 20,000 Fr. Diese dann im Konkurs eingegebene Forderung wies das Konkursamt St. Gallen im Kollokationsplan ab « 1. weil eine höhere Gegenforderung aus einem anfechtbaren Deckungsgeschäft (Kaufvertrag betr. Schweinebestand von Anfangs Mai 1926) besteht; 2. event. weil Graf im Mai 1926 als ein- facher Gesellsohafter gemeinsam mit Galli die Käserei in Muolen weiter. betrieben hat und somit für die entstan- denen Schulden ha.ftbar zu machen ist bezw. für den Ausfall, den die Gläubiger zufolge des Konkurses erlitten haben, ebenfalls haftbar ist.» Andere von Graf angemel- dete Forderungen dagegen liess das Konkursamt im Kollokationsplan ohne weiteres zu. Wenige Tage später anerkannte es jedooh auch die eingangs erwähnte Forde- rung des Graf mit dem Beüügen, es werde Anfechtungs- und Rüokforderungsklage gegen ihn anheben, was dann gesohah. Die vom erstinstanzlichen Gericht abgewiesene Klage stützten die vier Zessionare der Konkursmasse, welche im Appellationsverfahren den Prozess an Stelle des Konkursamtes übernahmen, nunmehr teilweise auch noch
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