BGE 56 III 127
BGE 56 III 127Bge11.04.1930Originalquelle öffnen →
Scbuldbetreibungs-und Konkursrecht. Poursnite et Faillite. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER ARR:mTS DE LA CHAMBRE DES POURSillTES ET DES FAILLITES 32. A.uszug aus dem Entscheid. vom 11. J'tlli 1930 i. S. Erbengemem~chaft GrÜoler-Graf. ZuJAssigkeit der Betreibung gegen eine El'bengemeinsohaft für eine ErbsohaftBsohuld auoh wAhrend der amtliohen Teilung der Erbsohaft (Art. 49 SohKG). 'La poursuite oontre une oommunaute heremtaire pour une dette sucoessorale peut etre exeroee meme pendant le partage officiel (art: 49 LP). L'esaouzione oontro una oomunione areditaria per un debito suooessorala puö assara iniziata anche durante la divisione d'ufficio (art'. 49 IJEF). . . . .. Es ist daher einzig der noch nicht Gegenstand des Entscheides vom 25. November 1929 gewesene Ein- wand zu prüfen, dass nunmehr die amtliche Teilung des Nachlassrestes in die' Wege geleitet sei. Zutreffend hat aber die' Vorinstanz angenommen, dass dieser Umstand weder die Aufhebung noch die Einstellung der Betreibung zu rechtfertigen vermag: Allerdings hat das Bundes- gericht in BGE 47 III II f. eine Betreibung gegen eine Erbschaft für Erbschaftsschulden während der amtlichen Liquidation der Erbschaft als unzulässig erklärt. Es kann jedoch keine Rede davon sein, den Fall der amtlichen AB 66 m -1930 10
128 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 33.
Teilung des Nachlasses der amtlichen Liquidation gleich-
zustellen. Die letztere ist eine Generalliquidation eines
vom Vermögen der Erben ausgesonderten Vermögens-
• komplexes; neben dieser Generalliquidation hat ein sepa-
rates Vorgehen einzelner Gläubiger so wenig Platz wie im
Konkurs. Anders dagegen im Fall der bIossen amtlichen
Teilung: Hier handelt es sich nicht darum, die vorhan-
denen> Passiven durch Versilberung der vorhandenen
ven vom Schuldner, sondern auch von seinem Ehegatten
aus eIgenem Recht gelten<! gemacht werden (Erw.2).
8equestu tilgen (Art. 596 ZGB), sondern lediglich um
die Verteilung von Aktiven und Passiven unter die Mit-
erben. Diese nicht auf Befriedigung der Gläubiger gerich-
tete Operation wird in keiner Weise durchkreuzt durch
die Zulassung der Betreibung für Erbschaftsschulden.
Damit entfällt jeder Grund für ein Verbot solcher Betrei-
ung nach Einleitung des Teilungsverfahrens.
33.
Entscheid vom a4. Juli 1930 i. S. liauger.
Arrestprosequierung gegen eine in Güterverbindung lebende
Ehfmu, Zustellung der Betreibungsurkunden an die Schuld.
nerm persönlich: Wahrung der Nut z u n g s re c h t e
des Ehe man n e s der Schuldnerin, wenn Arrest
und P f ä n d 11 n g das ei Ii g e b ra c h t e' Gut
der Ehe fra u betrafen (Erw. 1).
Dia "?"npfändbarkeit gemäss Art. 92 Ziff. 1 bis 5 SchKG kann
nIcht ne et poursuite subsequente diriges contre une femme
marlte sous le regime de l'union des biens. -Notification
des a.ctes de poursuite a 180 debitrice personnellement. _
Sauvegarde du droit de jouiBsance du mari de 180 debitrice
lorsque le sequestre et la sa,isie portent sur les a'P'Ports de l~
femme (consid. 1).
L'insaisissabilite salon l'art. 92 eh. 1 a 5 LP peut etre invoquee
non seulement par le debiteur, mais aussi par son conjoint
en vertu de son propre drait (consid. 2).
8equestro ed esecuzione consecutiva diretta contro una donna
soetta a!. rgime delI' unione dei beni. -Intimazione degli
attl esecutivi personalmente alla debitrice. -Salvaguardia.
Sohuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 33.
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del diritto di godimento delmarito quando il sequestro e l'esecu-
zione concernono gli apporti della moglie (consid. 1).
L'inoppignombilitil. secondo l'art. 92 cif. 1 a 5 LEF puO essere
invoca.ta non solo da! debitore, ma anche da! conjuge per
diritto proprio (consid. 2).
Tatbeatana (gekürzt).
In der Zeit vom 7. bis 11. April 1930 hat das Betrei-
bungsamt 1\Ienzingen bei der Schuldnerin. der Ehefrau
des Rekurrenten, verschiedene Arreste und Pfändungen
vollzogen. Die Urkunden wurden jeweilen der Schuldnerin
direkt zugestellt.
B. -Gegen diesen Arrest-und Pfändungsvollzug führte
der Ehemann der Schuldnerin Beschwerde mit dem Begeh-
ren, dass eine Anzahl näher bezt?ichneter .Gegenstände als
Kompetenzstücke freigegeben werden.
Die
kantonale Aufsichtsbehörde ist auf die Beschwerde
nicht eingetreten, u. a. weil der Beschwerdeführer nicht
legttimiert sei. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid
aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu materieller
Behandlung zurückgewiesen.
Au.! den Erwägungen:
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