BGE 56 II 156
BGE 56 II 156Bge21.03.1930Originalquelle öffnen →
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FamiJienrecht. N0 23.
a la seconde. Non seulement elle correspond mieux au
but social de l'institution, mais elle se justifie d'un point
de vue pratique eu egard a la nature des faits a etabIir.
En l'espke, le dossier ne fournit ni preuve ni indice quel-
conque que la demanderesse etait deja enceinte an moment
oU le demandeur Iui a promis le mariage. Cela etan1i, il y
a lieu de faire droit aux concIusions principales de la
demande.
23. Auszug aus dem Urteil der Il Zivilabteilung
vom S. Mai 1930 i. S. W. gegen W.
Nach Abla.uf der bestimmten Trennungszeit bezw. von drei
Ja.hrenkann die Scheidung a.uch dann nicht gemäss Art. 147/8
ZGB verlangt werden, wenn die Ehegatten vereinigt geblieben
sind.
Der Kläger kann nicht Art. 148 ZGB für sich in An-
spruch nehmen, wonach die Scheidung ausgesprochen
werden muss,
wenn sie nach Ablauf der bestimmten Tren-
nungszeit auch nur von einem Ehegatten verlangt wird,
es sei
denn, dass sie auf Tatsachen gegrfuidet werde, die
ausschliesslich
den nunmehr die Scheidung verlangenden
Ehegatten als schuldig erscheinen lassen, oder Wtss der
andere Ehegatte die Wiedervereinigung verweigere. Denn
gemäss Art. 147 Abs. 2 ZGB kann eine solche auf da,s
Dahmfallen der Trennung gstützte. Klage nur dann
erhoben werden, wenn eine Wiedervereinigung' nicht
erfolgt ist. UIßSoweniger kann diese Klage zur Verfügung
stehen, wenn die Ehegatten trotz dem Trerillungsurteil
während der Trennungszeit oder doch mindestens noch
auf längere Zeit hinaus vereinigt geblieben sind. Indem
die Klagepartei nicht zur Aufhebung der ehelichen Gemein-
schaft schreitet, widerlegt sie selbst die Annahme des
Trennungsgerichtes,
dass ihr die Fortsetzung der ehelichen
Gemeinschaft
nicht zugemutet werden dürfe, die dem
Trennungsurteile zugrunde Hegen muss, wenn es gestützt
auf den Scheidungsgrund der tiefen' Zerrüttung des eheli-
(:IDen Verhältnisses ausgesprochen wurde -womit dar-
getan ist, dass der Scheidungsgrund in Wabrheit gar nicht
vorhanden war. Ähnlich verhält es sieh bei wegen schwerer
Ehrenkränkung ausgesprochener Trennung : entweder
wird durch das Vereinigtbleiben der Ehegatten das nega-
tive BegrifIsmerkmal des Mangels der tiefen Zerrüttung
nachgewiesen (vgl. BGE.53 II S. 196), oder es ergibt sich
daraus, da.ss der Kläger entgegen der Annahme des
Trennungsgerichtes in Wahrheit die Krällkung nicht als
schwere empfunden hat. Werden die Grundlagen des
Trennungsurteiles in dieser Weise erschüttert, so kann
nicht zugestanden werden, dass darauf noch ein Schei-
dungsurteil aufgebaut werde, gleichwie das Trennungs-
urteil für eine spätere Scheidungsklage nicht mehr von
Bedeutung ist, wenn es durch die Wiedervereinigung
überholt wird. Bei dieser Betrachtungsweise kann nichts
darauf ankommen, aus was für Gründen die Klagepartei
nicht zur Aufhebung der ehelichen Gemeinschaft ge-
schritten ist, insbesondere dass es nur ökonomische Gründe
gewesen sein mögen, wie der Kläger hier glaubhaft macht.
Anderseits genügt zum Ausschlusse der Scheidungsklage
im Anschluss an die Trennung schon ein weiteres bloss
äusserllches Zusammenleben, vorausgesetzt nur, dass es
in einer Form in Erscheinung tritt, die gemeinhin als
eheliche Geminschaft betrachtet wird. Solange auch
nur dieses weiterbesteht, kann nicht von einer Trennung
von Tisch und Bett bezw. umgekehrt gesprochen werden.
So verlangt es ausserdem die Parallele zur Wiedervereini-
gung,
die ja einer derartigen Klage entgegensteht, gleich-
gültig ob vielleicht während des neuerlichen Zusammen-
lebens
erst recht sich herausgestellt haben mag, wie
unheilbar zerrüttet die Ehe ist. Immerhin kann eine
solche
Fortsetzung der ehelichen Gemeinschaft nur dann
das Trennungsurteil zunichte machen, wenn sie noch
während längerer Zeit stattfindet ; denn den Ehegatten
muss natürlich die nötige Zeit gelassen werden, um die
durch die Trennung notwendig werdende Veränderung
158 Familienrecht. N° 24. der Lebensverhältnisse zu bewerkstelligen. Vorliegend aber hat der Kläger ja bis gegen den Ablauf des Trennungs- jahres hin überhaupt keinerlei Anstalten zur Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes getroffen. Somit könnte der Klage nur stattgegeben werden, wenn der Kläger für den gegenwärtigen Zeitpunkt einen Scheidungsgrund nachzuweisen vermöchte. 24,. Amt de la Ie Seetion civile du G juin 1930 dans la oause Dame Jaquet contre Jaquet. Art. 138 eh. 1 ce : Le juge. appeIe a se prononcer sur le bien-fonde d'une demande en divorce. doit tenir compte mame des faits qui n'ont pas sw formellement allegu6s par les parties en tant qu'ils -resultent du dossier. Si la procooure cantonale ne lui permet pas d'etendre l'instruction 8. ces faits, il doit apprecier ceux·ci, tels qu'ils resultent du dossier. et rejeter la demande en divorce si cet examen ne le convamc pas du bien-fonde de cette derniere. Resume des laits. Dame J aquet a ouvert action contre . son mari en concluant a ce que le divoree fUt prononce aux torts de eelui-ci « pour les causes prevues au titre IV du CC lI. Le defendeur a conelu au reiet de la demande.· Par jugement du 26 mars 1930 le Tribunal eivil du distriet de Vevey a prononce le divorce aux torts du mari et en application de I'art. r38 CC. Il a admis que las brutalites, les injures et les vexations de tous genres dont le defendeur s'etait rendu coupable envers sa femme justifiaient l'application de cette disposition tout en declarant qu'etant donnees les maladies dont, d'apres las declarations de trois medecins, le defendeur souffre, on pourrait se demander si ces actas ne sont pas la conse- quenee d'un etat maladif exeluant l'application de l'artiole 138 CC. Toutefois, il a estime qu'il n'avait pas a trancher cette question, le defendeur n'ayant pas fait etat de ces maladies sous la forme d'un fait dliment allegue, ni etabli Erbrecht. No 25. 159 l'existence d'un rapport de causalit.e entre ces infirmites et les actes qui Iui sont reproches. En ce qui concerne ce dernier point, le Tribunal federal, saisi par le defendeur d'un reeours en reforme, s'est exprime comme suit : Exirait des moti/s. L'art. 158 eh. I CC prescrit que « le juge ne peut retenir eomme etablis les faits a l'appui d'une demande en divorce ou en separation que s'il est convaincu de leur existence ». Le juge doit par consequent terur compte meme des faits qui n'ont pas ete formellement alIegues par les parties en tant qu'ils resultent du dossier. Quant a la question de savoir si, en ce qui concerne les bits, il doit ordonner d'of- fice une procedure probatoire ou fourrur aux parties 1'0e- casion de prendre de nouvelles eonclusions, elle doit etre resolue a la lumiE3re des dispositions de la proeedure ean- tonale. Si le droit cantonal n'autorise le juge a prendre ni l'une ni l'autre de ces mesures, celui-ci doit alors appre- eier les faits tels qu'ils resultent du dossier et rejeter la dem8!nde en divorce si eet examen ne le eonvaine pas du bien-fonde da eelle-ei. II. ERBRECHT DROIT DES SUCCESSIONS 25. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 21. März 1930 i. S. Brmdlen gegen lIallenbarter. Let z t w i U i g e Ver füg u n g. Art. 500 -502 ZGB. Die unitas actus wird nicht gestört, wenn zu den Formen des Art. 502 ZGB noch das Selbstlesen durch den Testator oder zu den Formen nach Art. 500 und 501 das Vorlesen durch die Urkundsperson tritt (Erw. I). Art. 467 und 519 Ziff. 1 ZGB. Ein behördlicher Akt, durch den die U r t eil s u n f ä h i g k e i t einer Person festgestellt worden ist, bewirkt im Rechtsstreit über die
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