BGE 55 I 321
BGE 55 I 321Bge22.05.1929Originalquelle öffnen →
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Yerwaltung,;· und Disziplin .. rI'echt~pflege.
mindestens 10 Rappel!. Ergibt die Rerechnung der Ab-
gabe einen durch 10 nicht teilbaren Betrag, so ist er auf
10 Rappen aufzurunden.» (Bundesblatt 1917 III. S. 168.)
• In dieser Fassung wurde die Aufrundungsbestimmung bei
der parlamentarischen Beratung von beiden Räte'u ange-
nommen (Sten. Bull. 1917, Nationalrat S. 357, Ständerat
S. 69/129). In der Vorlage der Redaktiollskommission ist
der Satz: « Die Abgabe beträgt mindestens 10 Rappen»
weggelassen worden. Es kann sich dabei nur um eine
redaktionelle
Änderung handeln, die auf der Überlegung
beruht, dass die ausdrückliche Normierung einer Mindest-
abgabe überflüssig ist, wenn sie sich implicite aus der
Aufrundungsvorschrift ergibt.
4. -Aus diesen Feststellungen geht hervor, dass daR
Begehren der Beschwerdeführerin, in ihrem Falle von der
Aufrundung des für die einzelnen Prämienquittungen
geschuldeten Abgabebetrages abzusehen, mit der gesetz-
lichen
Ordnung nicht vereinbar ist.
Unzutreffend ist die Behauptung,.es handle sich bei ihrer
Fahrscheinheftversicherung um einen Fall, welcher der
Abonnentellunfallversicherung gleichzustellen sei. Steuer-
bare Prämie ist bei der Abonnentenunfallversicherung
der Betrag des Versicherungsentgelts, das der Verleger als
Versicherungsnehmer
dem Versicherer leistet, und nicht
der Teil des Betrages, der bloss rechnerisch auf das einzelne
Zeitungsabonnement entfällt; bei der Fahrscheinheftver-
sicherung dagegen der Betrag; den der einzelne Reisende
für den Coupon entrichtet, der dem Fahrscheinheft bei-
geheftet wird.
Für die. Entscheidung nicht in Betracht fallen die
Erörterungen der Beschwerdeführerin über die besonderen
Anordnungen des Gesetzgebers für Transportversiche-
rungen mit Prälnien bis zu eLl1em .Franken. Das Gesetz
hat für die UnfaUversicherung eine ähnliche Vergünstigung
nicht vorgesehen. Ebenso dürfen aus der Tatsache, dass
beim Wechselstempel
die Abgabe in Beträgen von 5 Rap-
pen gestaffelt ist, keine Schlüsse für die Behandlung ande-
rer Abgabearten gezogen werden.
Bundesrechtliche Abgaben. N0 52.
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Unerheblich und deshalb nicht erörtern ist schliess-
lieh, ob und auf welche Weise die Beschwerdeführerin
durch eine entsprechende Ausgestaltung der Fahrschein-
heft:vel'Sicherung eine weniger hohe Abgabebelastung
erreichen könnte. Massgebend
ist einzig, dass nach der
gegenwärtigen Organisation dieses Geschäftszweiges die
von der eidgenössischen Steuerverwaltung angeordnete
Abgabeberechnung
den Vorschriften der Stempelgesetz-
gebung
entspricht.
Demnach €1'kennt das Bundesgericht:
Die Beschwerde wird abgewiesen.
52. Urteil vom 21. November 1929
i. S. Jungtraubahn-Gesellschaft gegen eidg. Steuerverwaltung.
S t e m p e 1 a b gab e n. Bei einer Erhöhung des Aktienkapitals
unter Verwenduug eigener Mittel der Aktiengesellschaft (Aus-
gabe von Gratisaktien) ist sowohl die Emissionsabgabe auf
Aktien als auch die Couponabgabe geschuldet. Unerheblich
ist, ob die Liberierung der Aktien aus Reserven erfolgt, die
bei iner früheren Herabsetzung des Aktienkapitals (Sanierung)
bereItgestellt vt'1.lrden. .
A. -Die Jungfraubahngesellschait hat im Jahre 1922
eine
Sanierung durchgeführt und dabei unter anderm ihr
Aktienkapital von 4,5 Millionen auf 1,8 Millionen Franken
dadurch herabgesetzt, dass der Nominalwert der 9000
Aktien der Gt,sellschaft von 500 Fr. auf 200 Fr. abge-
schrieben wurde. Gleichzeitig
wurden diese Titel als
Aktien H. Ranges bezeichnet. Von den frei gewordenen
:Mitteln im Betrage von 2,700,000 Fr. wurden 2,200,000 Fr.
verwendet. Es verblieben 500,000 Fr., die als «huch-
mässige Reserve aus der Sanierung » in den Bilanzen der
folgenden Jahre figurieren.
Am 21. Juli 1928 beschloss die Generalversammlung
der Aktionäre der Jungfraubahn-Gesellschaft die Erhöhung
des Aktienkapitals H. Ranges von 1.800.000 Fr. auf
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Verwa.ltungs-und Disziplinarrechtspflege.
2.250.000 Fr. durch Ausgabe von 9000 neuen Aktien
H. Ranges zu 50 Fr. Nennwert und die Liberierung dieser
Aktien unter Verwendung eines entsprechenden Teils der
( buchmässigen Reserve aus der Sanierung». Die neuen
Aktien wurden mit den bisherigen Aktien 11. Ranges in
der Weise vereinigt, dass aus je einer bisherigen Aktie
H. Ranges von 200 Fr. und einer neuen von 50 Fr .. eine
neue Aktie H. Ranges von 250 Fr. Nennwert gebildet
wurde.
B. -Die eidgenössische Steuerverwaltung fordert laut
Entscheid vom 4. April 1929 :
a) die Emissionsabgabe nach Art. 17, Abs. 1, Art. 18,
Abs. 1 und Art. 23, Abs. 1 StG von 1,8 % = 90 Fr. pro
Titel, in Ganzen 8,100 Fr. ;
b) die Couponabgabe nach Art. 5, Abs. 2 und rt .. 8,
Abs. 1, lit. b, CG von 3 % = 1 Fr. 50 Cts. pro TItel, 1m
Ganze.n 13,500 Fr.
Eine Einsprache gegen diesen Entscheid ist am 28. Mai
1929 mit eingehender Begründung abgewiesen worden.
G. -Mit Eingabe vom 27. Juni 1929 hat die Jung-
fraubahngesellschaft rechtzeitig verwaltungsrechtliche Be-
schwerde erhoben.
Sie beantragt Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheides. Sie macht unter Berufung auf die
bundesrechtlichen Vorschriften über die Berechnung des
Reinertrages von Privatbahnen geltend, die Wiedererhö-
hung des früher abgeschriebenn Nennwerte.s furer Aktien
habe nicht den Charakter einer Kapitalerhöhung, sondern
müsse als blosse Berichtigung der Kapitalbezeichnung
angeseben werden. Die ffu diese Berichtigung. verwen-
deten Beträge würden von der erwähnten SpezIalgesetz-
gebung auch dann nicht als Reingewinnbestandteile be-
handelt, wenn sie aus den Jabreserträgnissen stammen.
Im vorliegenden Falle handle es sich sogar um die Ver-
wendung einer Sanierungsreserve.
Die Privatbahnen seien einerseits durch die Gesetz-
gebung gezwungen, von der gesetzlichen Berichtigungs-
möglichkeit
Gebrauch zu machen. Anderseits habe gerade
Bundesrechtliche Abgaben. N° 52.
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diese Möglichkeit dazu angeregt, bei Sanierungen tief-
greifende
Massnahmen zu treffen. Es sei nicht gerecht-
fertigt,
deren Redressierung mit schweren Stempelabgaben
zu belasten.
Der Rechtsvorgang bestehe darin, dass Reserven zum
Aktienkapital geschlagen werden .. Die Form der Kapital-
erhöhung sei der Gesellschaft lediglich durch formale
Vorschriften des Handelsregisterrechts aufgezwungen wor-
den, die
dem Wesen dieses Vorgangs nicht gerecht würden.
Die eidgenössische E m iss ion 8 a b gab e sei nicht
geschuldet, weil es hich um eine nicht stempelpflichtige
Stomierung einer früheren Abschreibung und nicht um
die Begründung neuer Miligliedschaftsrechte handle. Die
Emissionsabgabe treffe, ihrem Charakter als Verkehrs-
abgabe entsprechend, den übergang einer Summe Geldes
oder eines Sachwertes aus dem Vermögen des Aktionärs
in dasjenige der Gesellschaft, nicht die Kapitalerhöhung
als solche. Mangels einer Übertragung von Werten an die
Gesellschaft fehle
dle Unterlage für die Berechnung eines
Titelstempels,
der übernahmebetra.g. Denn die ersten
Erwerber bätten die neuen Aktien gratis erhalten. Dazu
würde die gleichzeitige Belastung mit einer Couponabgabe
zu einer unzulässigen Doppelbesteuerung führen~ Dass
die Schaffung neuer Aktienrechte schlechthin der Emis-
sionsabgabe
unterworfen sei, wie im angefochtenen Ent-
1>cheid behauptet werde, sei nach dem in Doktrin und
Praxis anerkannten System des Gesetzes unhalt.bar.
Die Verpflichtung zur Entrichtung der Co u p 0 n-
a hg a b e wird unter Berufung auf Äusserungen der
Steuerrechtstheorie bestritten. Die Aktienaufwertung, wie
sie
hier stattgefunden habe, stelle keine geldwerte Leistung
der Gesellschaft an die Aktionäre, sondern lediglich eine
Umbenennung der bestehenden Quotenrechte dar. Es
handle sich um die Stornierung früherer Verluste, nicht
um Gewinnausschüttung. Als Gratisaktien seien nur
Aktien einer fremden Gesellschaft oder eventuell solche
aus einer andern Kategorie der gleichen Gesellschaft
Verwaltungs-und Disziplinarrechtspflege. anzusehen. Eigene Gratisaktien seien nur dann coupoü- abgabepflichtig, wenn sie Gewinn darstellen, was hier nicht zutreffe. Die gleichzeitige Erhebung der Emissions-und der Couponabgabe sei widerspruchsvoll, wenn die erste Ab- gabe mit der Begründung gefordert werde, der erSte Erwerber der neuen Titel habe den Nennwert der Aktie bezahlt, die Couponabgahe deshalb, weil dem erstell Erwerber eine Gratisaktie ausgeliefert worden sei_ D. -Die eidgenössische Steuerverwaltung beantragt Abweisung der Beschwerde. Es handle sich um eine Kapitalerhöhung, die nach den Vorschriften des Stempel- gesetzes der Emissionsabgabe unterliege. Ob der Kapital- erhöhung eine Kapitalherabsetzung vorausgegangen sei, sei unerheblich; ebenso die Tatsache, dass die neuen Aktien aus eigenen Mitteln der Gesellschaft liberied werden. Die Gratisaktie unterliege der Abgabe zu ihrem Nennwert. -Der C'ouponabgabe sei die von der Be- schwerdeführerin vorgenommene Ausgabe von Gratis- aktien unterworfen, obgleich ihr frühere Kapitaleinbussen der Aktionäre gegenüberstehen und obgleich zur Liberie- rung Reserven herangezogen werden, die aus der früheren Kapitalhel'absetzung stammen, ",-as in (h:>r oonen Fassung von Art. 5, Abs. 2 ce unzweideutig zum Ausdruck gebracht worden sei. Das Bundesge1'icltt zieM in Erwägung:
Vorwaltungs-und DiBziplinarrechtspflege_ abgabe auf Aktien belaste die überführung von Vermö- genswerten der Aktionäre in das Vermögen der Gesell- schaft. Davon ist im Gesetz nicht die Rede. Es kommt besonders nicht darauf an, ob der Gesellschaft bei einer Kapitalerhöhung neue Mittel zugeführt werden, sondern auf die Kapitalerhöhung als solche, also darauf, dass neue Anteile am statutarischen Kapital ausgegeben werden, was im Falle der Beschwerdeführerin zutrifft. 2. -Für die eidgenössische Co u po n a b gab eist die Regelung massgebend, die durch das Bundesgesetz vom 22. Dezember 1927 getroffen worden ist. Die Streit- fragen, denen Art. 5, Abs. 2 CG in seiner ursprünglichen Fassung von 1921 gerufen hatte und auf die sich auch die von der Beschwerdeführerin angerufenen Äusserungen der Steuerrechtstheorie· beziehen, sind durch die Novelle von 1927 entschieden worden. Den Coupons inländischer Aktien sind gleichgestellt und damit der Couponabgabe unterw?rfen Urkunden zum Bezuge, zur Auszahlung, überweisung, Gutschrift oder Verrechnung solcher geld- werter Leistungen einer Aktiengesellschaft an die Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte, die sich nicht als Rückzahlung der im Zeitpunkt der Leistung bestehenden dividendenberechtigten Anteile am einbezahlten Grund- oder Stammkapital darstellen. Gratisaktien sind als abgabebelastete Urkunden ausdrücklich aufgeführt .. Durch die neue Formulierung von ,Art. 5, Abs. 2 CG ist klar- gestellt, dass nur die Rückzahlung des statutarischen, dividendenberechtigten Grundkapitals von der Coupon- abgabe ausgenommen ist, alle übrigen geldwerten Lei- stungen der Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre dagegen der Couponabgabe unterliegen. a) Darüber dass die Ausgabe neuer Aktienrechte, deren Liberierung aus Mitteln der Gesellschaft erfolgt (Gratis- aktien), eine Leistung dieser letztem Art darstellt, ist ein Zweifel nicht wohl möglich. Das Gesetz begegnet in sdner heutigen Fassung den Einwendungen, die früher gegen- über der Heranziehung von Gratisaktien allenfalls dann Bundesrechtliehe Abgabf"u. N0 52. erhoben werden konnten, wenn die Liberierung aus Gesell- schaftsmitteln erfolgte, die bei einer früheren Kapital- herabsetzung gebildet worden waren. Art. 5, Abs. 2 CG hat den Zweck, zu vermeiden, dass durch die Inanspruchnahme von Gesellschaftsmitteln zu Leistungen, die nicht in der Einlösung von Coupons bestehen, die Couponabgabe umgangen werden kann. Die Ausgabe von Gratisaktien wird der Couponabgabe unter- worfen, weil die Aktionäre in Form der Gratisaktien eine Kapitalbeteiligung erwerben, die ihnen Anspruch auf couponabgabefreie Rückzahlung bei Auflösung der Gesell- schaft oder bei einer spätem Kapitalherabsetzung gibt. Dass dabei Einbussen, die die Aktionäre früher bei einer Kapitalabschreibung infolge Sanierung erlitten haben, nicht angerechnet werden, beruht auf der positiven Anord- nung des Gesetzgebers. Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf die Herab- setzung ihres Aktienkapitals anlässlich der Sanierung im Jahre 1922 vermag aus diesem Grunde die Zusprechung der Beschwerde nicht zu rechtfertigen. b) Die Behauptung, man habe es nicht mit einer Kapitalerhöhung zu tun, sondern mit einer Berichtigung des Nennwertes der Aktien, widerspricht der Bedeutung, die das Coupom·tempelgesetz dem Vorgang beilegt. Aller- dings kann, wirtschaftlich betrachtet, die Überführung von Reservekapital in Aktienkapital als eine Annäherung des Nominalbetrages der Aktien an den Vermögenswert des durch sie verurkundeten Anteils an der Gesellschaft angesehen werden. Das Couponstempelgesetz steht aber nicht auf diesem Boden, da es in Art. 5, Abs. 2 zum Ausdruck bringt, dass die Ausgabe neuer Aktien zu Lasten der Reserven der Gesellschaft (Gratisaktien), also die Umwandlung von Reservekapital in Aktienkapital, eine abgabepflichtige Leistung darstellt. Unzutreffend ist die Behauptung, unter Gratisaktien verstehe das Gesetz nur Titel, die eine fremde Gesellschaft ausstelle und deren Ausgabe demnach nicht zu einer Ver-
Verwaltungs-und Disziplinarreohtspfiege. minderung der bisherigen Reserven der eigenen Gesell- schaft führen. Gratisaktien sind begrifflich Titel, die von der emittierenden Gesellschaft an ihre eigenen Aktionäre abgegeben werden. Art. 5, Abs. 2 CG bezieht sich über- haupt nur auf Leistungen, welche die Gesellschaft «an die Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte )}, also an die eigenen Mitglieder ausrichtet. e) Im vorliegenden Falle sind neue Aktienrechte ge- schaffen worden. Sie wurden den Stammaktionären unter Verwendung von Mitteln der Gesellschaft zugewendet und st€.llen als Gratisaktien eine Leistung im Sinne von Art 5, Aha. 2 CG dar. Diese Leistung besteht nicht in der Rück- zahlung des im Zeitpunkt ihrer Durchführung vorhande- nen, dividendenberechtigten Kapitals. Sie unterliegt dem- nach der Couponabgabe.- 3. -Die Emissionsabgabe wird erhoben, weil die Beschwerdeführerin neue Aktienrechte ausgibt, die Coupon- abgabe, weil sie sie gratis, d. h. unter Verwendung eigener Mittel ausgibt. Die Erhöhung des AktienkapItals der Beschwerdeführerin ist unter diesen beiden Gesichts- punkten' stempelrechtlich relevant. Daraus ergibt sich die zweimalige Belastung desselben Rechtsvorgangs mit Stempelabgaben. Diese Belastung-ist nicht unzulässig. Das Gesetz ordnet nicht an, dass in solchen Fällen nur eine der beiden in Betracht fallenden Abgaben zu erheben wäre. Demnach erkennt das Bu!ndesyerwht : Die Beschwerde wird abgewiesen. Bundesrechtliche Abgabell. :No 53. 53. Urteil vom 5. Dezember 1929 i. S. W. E. B. gegen Zürich. M il i t ä r p fl ich t e r s atz. --Die kantonalen Rekursinstanzen sind berechtigt aber nicht verpflichtet, auf Gesuche um 'Vieder. erwägung ihrer Entscheidungen einzutreten. Lehnen sie die Beurteilung der Streitsache im Wiedererwägungsverfahren ab, so wird die Frist für die verwaltungsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht durch die Zustellung des früheren Ent· scheides, nicht durch diejenige des Nichteintret,eI1Bbeschlusses bestimmt. A. -Der Beschwerdeführer ist im Frühjahr 1928 zum Militärpflichtersatz dieses Jahres eingeschätzt worden. Die Einschätzungsverfügung wurde ihm in Indien, wo er damals wohnte, zugestellt und erreichte ihn nach seinen Angaben in einem Zeitpunkt, da er seinen bisherigen 'Wohnsitz aufgab, um in Europa eine neue Existenz zu suchen. Er hat dann am 15. Januar 1929, wie er selbst zugibt, verspätet, Rekurs erhoben. Die Militärdirektion des Kantons Zürich ist auf den Rekurs eingetreten und hat ihn mit Entscheid vom 11. März 1929 teilweise -inbezug auf den Zuschlag für Vermögen -gutgeheissen, inbezug auf den Einkommenszuschlag dagegen abgewiesen. Am 13. April 1929 wandte sich das schweizerische Konsulat in Mailand auf Ansuchen des Beschwerde- führers an die kantonale Militärdirektion, diesmal wegen der Ersatzbeträge für die Jahre 1928 und 1929. Mit Entscheid vom 17. Mai ermässigte die Militärdirektion die Steuer für 1929, hielt dagegen an der Einkommens- taxation für 1928 fest. Dieser Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 27. /28. Juni mitgeteilt. Gleichzeitig übermittelte ihm das Konsulat einen abgeänderten, vom 22. Mai 1929 datierten Taxationszettel, in dem die Steuer für 1929 festgesetzt und der Rückstand für 1928 auf- geführt ist. Auf der Rückseite dieses Taxationszettels sind die Rekursfristen mitgeteilt, insbesondere mit rotem Aufdruck die Frist von 30 Tagen zum Rekurs an das Bundesgericht.
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