BGE 54 II 47
BGE 54 II 47Bge05.11.1927Originalquelle öffnen →
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Schlusstitel zum ZGB. N0 7.
Proportion und zahle an die Klägerin eine Entschädi-
gung für den ihr entzogenen Boden nach Ermessen des
Gerichtes, als
verspätet zurückgewiesen und die Haupt-
klage zugesprochen.
C. -Gegen dieses Urteil hat der Beklagte die Berufung
an das Bundesgericht eingelegt unter Wiederaufnahme
seiner
Haupt-und Subsidiarschlüsse.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
ach Art. 56 des Bundesgesetzes über die Organi-
satIOn der Bundesrechtspflege
ist die Berufung an das
Bundesgericht
nur statthaft in Zivilstreitigkeiten, welche
von
.. dn kantonalen Gerichten unter Anwendung eid-
genossIscher Gesetze entschieden worden oder nach
solchen Gesetzen zu entscheiden sind. Weder die eine
noch die andere Voraussetzung
ist vorliegend gegeben.
Aus den Urteilsgründen
ist keinerlei Anwendung von
Bundesgesetzen, weder des ZGB, noch insbesondere des
aOR ersichtlich. Und in der Tat -ist es gemäss den
Bestimmungen des früheren kantonalen Rechtes zu
beurteilen, ob jemand
vor 1912 dingliche Rechte an
Grundstücken, z. B. Grundeigentum, erworben habe
wie sich schon aus den allgemeinen Bestimmungen
de~
Schlusstitels des ZGB unzweideutig ergibt und durch
die besonderen sachenrechtlichen Vorschriften desselben
bestätigt wird. Namentlich ist die Anwendung des von
der Klägerin angerufenen
aOR durch Art. 231 desselben
ausgeschlossen. Auch
ist der vorliegende Prozess auf
die Streitfrage des Eigentumserwerbes in der Zeit vor
dem Inkrafttreten des ZGB beschränkt, da die Vorin-..
stanz den Subsidiarschluss des Beklagten aus prozes-
sualen Gründen
nicht in Beurteilung gezogen hat, wor-
über dem Bundesgericht keinerlei Nachprüfung zusteht.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
Prozessrecht. N° 8.
IV. PROZESSRECHT
PROCEDURE
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8. .Arr6t d, la. IIe Seetion civile du 3 fhriar lSaS
dans la cause da Beding contre Montavon et consorts
Art. 189, al. 3 OJF. Les questions de for ne peuvent etre
soumises au Tribunal federal par la voie du recours en
reforme.
Attendu que Paul de Reding a assigne en justice
devant les tribunaux genevois dame Montavon et con-
sorts,
heritiers legaux de sa femme, Marie de Reding-
Moritz, decMee a DeIemont le 19 septembre 1922, aux
fins de les contraindre a la liquidation de la succession ;
que les dHendeurs
ont decline la competence des tri-
bunaux genevois en invoquant rart. 538 Cc et en soute-
nant que la defunte Hait domiciliee a Delemont lors
de son
deces ;
que,
par jugement du 31 janvier 1927,le Tribunal de
premiere instanee de Geneve s'est
declare competent
pour eonnaitre de l'action intentee
par le demandeur;
qu'en revanche, la Cour de Justiee civile. statuant le
16 deeembre 1927 sur appel des dHendeurs, a declare
les tribunaux genevois incompetents, en application des
art. 538, 25 et 170 Ce;
que le demandeur a interjete en temps utile un reeours
en
reforme en concluant a ce qu'il plaise au Tribunal
fMeral declarer Ies tribunaux de Geneve competEmts
pour examiner le merite de son action.
En droit:
Considerant que, d'apres la loi d'organisation judiciaire
et la jurisprudence, les decisions concernant des questions
de for ne peuvent
etre portees devant le Tribunal fMeral
48 Prozessrecht. No 9. que par la voie du recours de droit public, quaud bien meme il s'agirait d'un for cree par une loi civile fMerale, ou, dans certains cas, par la voie du recours de droit civil (cf. art. 189 al. 3,175 et 87 OJF; RO 50 Hp. 153 et 412) ; qu'en l'espece, le jugement attaque se borne a trancher une question de for en application de certaines dispo- sitions du code civil suisse ; que le recourant n'invoque pas d'autres dispositions legales que celles des art. 538 et 25 Ce, sur lesquelles est preeisement base le jugement du 16 decembre 1927; que, dans ces conditions, le differend ne pouvait etre soumis au Tribunal de eeans que par la voie du recours de droil public ; qu'en consequenee, le present recours en reforme est irrecevable et doit ~tre eearte prejudiciellement, Le TribunalIMerat prononce : Il n'est pas entre en matiere sur le recours. 9. Urteil der I. Zlvilabteilung vom 7. Februar 19a& i. S . .Erni und Zeerleder gegen Bär u. Xonsorten. Hau p t u r t eil. Zweckbestimmung des Art. 58 OG. Verneinung des Charakters eines Haupturteils bei einem Straferkenntnis, das die adhäsionsweise geltend gemachte Schadenersatzforderung grundsätzlich bejaht, die Fest- setzung der Entschädigung aber einem besonderen Ver- fahren vorbehält. A. -Am 2. Januar 1927 fuhr der Beklagte Erni mit einem Automobil der Garage Monbijou A.-G., Bern. bei der er als provisorischer Verkäufer angestellt war, von Bern her durch die Muristrasse Richtung Muri mit einer Stundengeschwindigkeit von wenigstens 60 km. Im Auto hatten die Kläger, sowie Frieda Bär Platz ge- nommen. Als Erni dem Beklagten Zeerleder, der mit Prozessrecht. No 9. 49 seinem Auto von seiner Besitzung im Egghölzli recht- winklig über das Trottoir in die Muristrasse hinausfuhr, ausweichen wollte, geriet das Auto auf der mit Schnee bedeckten, gefrorenen Strasse ins Schleudern und prallte links der Strasse heftig an einen Baum. Frau Anna Bär und die beiden Töchter Frieda und Anna Emma Bär wurden auf die Strasse geschleudert und schwer ver- letzt. Frieda Bär starb wenige StuDden nach dem Unfall. In dem gegen beide Automobilführer angehobenen Strafprozess belangten die Kläger adhäsionsweise Erni und Zeerleder, sowie die Garage Monbijou A.-G. auf Schadenersatz. B. -Mit Urteil vom 5. November 1927 verurteilte das Obergericht des Kantons Bern(erste Strafkammer) Erni zu 4 Monaten und Zeerleder zu 2 Monaten Kor- rektionshaus, umgewandelt in 60, bezw. 30 Tage Einzel- haft, sowie zum Entzuge der Fahrbewilligung auf be- stimmte Zeit. Im Zivilpunkte erklärte es die heiden Angeklagten solidarisch unter sich und mit der. Garage Monbijou A.-G. grundsätzlich als schadenersatzpflichtig, behielt aber die Festsetzung der Entschädigung einem be sondern Verfahren vor. C. -Gegen dieses Urteil haben Erni und Zeerleder die Berufung an das Bundesgericht erklärt mit den Begehren um Abweisung der Schadenersatzklage. Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
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