BGE 52 III 51
BGE 52 III 51Bge25.03.1923Originalquelle öffnen →
150 ScbuldbetreibJl85c und Konkursrecht. N0 14.
stimmung wörtlich . ausgelegt dem Schuldner einen
.Anspruch
auf Aufhebung bezw. Einstellung einer B
treibung nur für die fälle gewährt. wO der Schulde
beweist, dass die in. Betreibung gesetzte Forderung
sl:J.mt Zins. und Kosten zahlt bezw. gestundet worden
ist. Es. unterliegt jedoch keinem Zweüel, dass der Sinn
und Geist dieser Vorschrift über diese enge Formulie-
rung hinausgeht, d. h. dass der Gesetzgeber dem Schuld-
ner einen Anspruch auf eine solche gerichtliche Inter;'
vention auch in den Fällen zuerkennen wollte wo ein
betreibender Gläubiger, trotzdem
er nach Anbetung der
Betreibung die betreffende Forderung
an einen Dritten
zediert hat, die Betreibung weiterführen will. Hier kann
em Schuldner gemäss Art. 85 SchKG vom Richter ver-
Üillgen. dass
zwa'rnibt\die 'betreffende' Betreibung als
SolChe aufgehoben wird (da diese -wenigstens in der
'Regel :-vom' Zessionar weitergeführt werden kann),
wohl aber, dass dem ,Zedenten jedwedes Recht· auf
Fortse.tzung der Betreibung abgesprochen werde. Da
eine solche Klage aber· im vorliegenden Falle vom
Rekurrenten bis
heute noch nicht erhoben worden ist
besteht für die Betreibungsbehörden, die ihrerseits. zu;
Beurteilung der Frage, ob eine Zession stattgefunden
habe, nicht kompetent sind, kein Anlass,
dem vom
Gläubiger, Stäubli gestellten Verwertungsbegehren keine
Folge zu geben. Die
Verwertung darf auch nicht e'tv.·a
deshalb verweigert werden, 'weil Stäubli heute nicht im
Besitze des fraglichen Titels, der der streitigen
Grud
pfandverwertungsbetreibung zu. Grunde liegt, ist. Denn
der Gläubiger ist nicht verpflichtet, bei Stellung ds
Verwertungsbegehrens den Titel zum Beweis der Recht-
mässigkeit des von ihm erhobenen Verwertungsan~
!iPruches.vorzuweisen (vgl. ßGE 43 IJI S. 175 Erw., ).
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. : :
SclnlJdbetr.-und KonkUrsrecht. (ZivilabteiJungen); N° 15. 51
lk URTEILE DER. ZlVILABTEILUNGEN
ARm:TS DESSECTIONS CIVILES.
15. Imait ae l'a.rr6t ae la n
e
Sectioncivile au 24 man 1926
dans la cause Bonchi et Brlguei. <!ontre Banque cantonale
du Valaia.
Lesdispositions de rart. 31 LP sont egalement applicables
a Ja computation des delais fixes par les art. 107 et 109LP.
Resumi des laUs:
Ronchi et Briguetayant revendique un droit de pro
priete sur un immeuble saisi par la Banque cantonale
du
Valais, un delai de dix jours, expirant le25 mars
1923, leur a ete fixe pour faire valoir leursdroits en justice.
Retenant le fait que la demande n'avait ete deposee
que le 26 mars, le Tribunal cantollal du Valaisl'a declaree
irrecevable pour cause de tardivite. SQr recours des
demandeurs, le Tribunal
federal a aimule le jugement et
renvoye la cause devant l'instance cantonale' pOßr
qu'elle
statue sur le fond. . .
En ce qui concerne le moyen tire de Tart. 31 LP,
rarret. est motive comrne suit:
« C'est a bon droit en revanche qu'ils (les recourants)
invoquent
l'art. 31. LP. Ainsi queleTribunal. federal
ra deja juge dans son arrt du 6 juillet 1899 ei:tla cause
Gonet contre Reymond
(RO 25 I p. 323), les dispositions
dudit article sont egalement ~pp1icables aux delais de
la procedure de revendication .. Or il est constant que le
25 mars 1923, dernier
jour du delai imparti auxdtmian-
deurs, Hait un dimanche, de sorte que le memoire
jntroductif d'action, depose le lendemain, aurait da.
tre repute depose en tem, uljle. })
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