BGE 49 III 159
BGE 49 III 159Bge20.07.1923Originalquelle öffnen →
158 Schuldbetrelbungs-und Konkursrecht. N° 39. pfandversicherten Forderungen. die einerseits sogar ohne Anmeldung im Kollokationsplan zugelassen wer- den müssen (Art. 246 SchKG), anderseits durch die Konkurseröffnung gehindert werden. eine Betreibung gegen den Gemeinschuldner zu führen (Art. 206 SchKG). muss das Recht zugestanden werden, nötigenfalls durch Beschwerde die Konkursverwaltung zur Admassierung dieser Liegenschaften zu zwingen. Die Frage dagegen, ob eine Liegenschaft, die nie h t auf den Namen des Gemeinschuldners im Grundbuch eingetragen ist, für die Konkursmasse in Anspruch zu nehmen sei, entscheidet - unter Vorbehalt der Beschlussfassung durch die Gläubigerversammlung - die Konkursverwaltung frei, selbst wenn, wie es hier zutrifft, die im Grundbuch als Eigentümer der Liegen- schaft eingetragene Person keine Einwendung gegen deren Admassierung erhebt. Wollte die Aufsichtsbe- hörde der Konkursverwaltung in dieser Beziehung Anweisungen erteilen, so würde dies eine unzulässige Einmischung in das Selbstverwaltungsrecht der Gläu- bigerschaft bedeuten. Sonach kann die Weigerung der Konkursverwaltung. solche Liegenschaften zu admas- sieren, nicht durch Beschwerde angefochten werden. Der Bes~hwerdeweg ist in derartigen Fällen zum Schutze der Gläubiger auch gar nicht nötig: weder zum Schutz der Grundpfandgläubiger, die ihr Pfandrecht durch Betreibung gegen die als Eigentümer im Grundbuch eingetragene Person geltend machen und ausserdem ihre Forderung im Konkurs anmelden und gegen eine allfällige Wegweisung Kollokationsklage (in einem so besonders gearteten Fall wie dem vorliegenden viel- leicht in Verbindung mit einer Klage auf Feststellung des Eigentums) anstrengen können, wenn sie die persönliche Haftung des Gemeinschuldners für die grundpfandversicherten Schulden in Anspruch nehmen wollen, noch zum Schutz der Kurrentgläubiger. die sich den Admassierungsanspruch gemäss Art. 260 SchKG abtreten lassen können., Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 40. 159 Sind die Aufsichtsbehören somit nicht zuständig, über den von der Rekurrentin gestellten Antrag zu entscheiden, so erweist sich der Rekurs als unbegründet. Demnach erkennt die Schuldbeu.-und Konkurskammer : Der Rekurs wird abgewiesen. 40. Sentenza. 12 settembre 1923 neUa causa Volonterio. n debitore domiclliato aU'estero non puö essere escusso in via ordinaria in Isvizzera per debiti derivanti da imposte. Considerando in {aUo ed in diriito: Che neU'esecuzione ordinaria N0 33099 dell'Ufficio di Locarno premessa dal Comune di Locarno per l'esazione di 752 fchi. 45 per imposte, il debitore Alfredo Volonterio contesto Ia competenza deI foro esecutivo di Locarno, essendo esso da lustri domiciliato a Milano, e domando l'annullamento deI procetto ; Che colla querelata decisione l'Autoritä cantonale di Vigilanza respinse il gravame allegando che il debitore. pur essendo residente in Milano. e da considerarsi eome domiciliato a Locarno ai fini deU'esazione delle imposte, poiehe esso e iscritto nei cataloghi elettorali e nel re- gistro dei fuochi di Loearno ed e quindi soggetto alle imposte ticinesi . sulla sostanza e sulla rendita, a sensi deU'art. 17a § della vigente Iegge tributaria ticinese; Che il ricorso interposto dal debitore nei termini e nei modi di Iegge e fondato. poichC, come ammette la quere- lata sentenza stessa e risulta dagli atti (vedi risoluzione 11 maggio u. s. deI Consiglio di Stato), il ricorrente ha il suo domicilio civile in Milano, donde l'incompetenza deI foro esecutivo di Locarno ; ehe l'argomentazione dell'istanza cantonale eonfonde la questione dell'esistenza materiale deI credito eon
160 Schuldbetreibungs-und Konkursreeht. N0 41. quella deI luogo dell'eseeuzione, la prima potendo infatti essere basata su disposti di diritto eantonale, mentre la seconda deve essere deeisa. solo in base ai precetti • della legge federale E e F; Che a questo riguardo e decisivo il prineipio posto dall'art. 46 LEF seeondo il quale il debitore, ove esso. come nel caso in esame, sia escus.~o in via ordinariat deve esserlo al luogo deI suo domicilio, il ehe esclude nella fattispecie la competenza dell'Uffieio di Locarno; Che l'art. 43 menzionato nelladecisione impugnata non ha nulla a ehe fare co] caso in esame, poiche si tratta di una eseeuzione ordinaria in via di pignoramento ; Che l'eccezione, che,anteriormente al eoncordato at- tualmente in vigore, la giurisprudenza ammetteva al principio deU'art. 46 LEF in meritoall' eseeuzione per crediti di diritto pubblico. non venne applicata ehe nei rapporti inlercanlonali e non vale per i1 easo in esame (vedi JÄGER, osserv. B all'art. 46 e le sentenze ivi citate). La Camera esecuzioni e /allimenti pronuncia : Il ricorso e ammesso. 41. EntJcheid. vom 15. September :923 i. S. Pomm.ntz. N ach las s ver f a h ren. pie Nachjassbehörde, nicht die Aufsichtsbehörde, entscheidet darüber, in welchem Betrag pfandversicherte Forderungen als ungedeckt am Nachlassvertrag teilnehmen (insbesondere im Falle, dass das Pfand einem Dritten gehört). SchKG Art. 304, 305. A. -Im Nachlassverfahren über H. Pomerantz in Zürich lagen die Akten des Sachwalters, Dr. Otto Peyer, worunter ein Schuldenverzeichnis (Kollokations- plan), nach einer ersten öftentlichen Bekanntmachung des Sachwalters, welche die Gläubigerversammlung auf den 11. April einberief. vom 1. April an, nach einer zweiten, erst im Rekursverfahren vor Bundesgericht Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 41. 161 durch Einlage einer Abschrift nachgewiesenen Bekannt- machung, welche den Termin der Gläubigerversammlung auf den 21. April hinausschob, vom 11. April an zur Einsicht auf. In jenes Schuldenverzeichnis hatte der Sachwalter eine Pfandausfallforderung der Bankaktien- gesellschaft Guyer - Zeller in Zürich im Betrage von 142,863. Fr. 20 Cts. eingestellt. Am 20. April führte der Schuldner Beschwerde gegen diese Verfügung des Sachwalters. Zur Begründung brachte er an, der Sach- walter habe bei der· Berechnung der Pfandausfallforde- rung einen der Bank verpfändeten vollwertigen Schuld- brief von 11,500 Fr. nicht berücksichtigt. weil dieser nicht ihm selbst, sondern dem L. Eigner gehöre. der nun seinerseits eine Forderung in dieser Höhe angemel- det habe. Er stellte den Antrag, die Pfandausfallforde- rung sei um diesen Betrag zu reduzieren. eventuell sei der Sachwalter anzuweisen, den Schuldbrief schätzen zu lassen und dann zu entscheiden. ob und in welchem Umfang die Ausfallforderung zu reduzieren sei. ß. -Das Bezirksgericht Zürich hat als untere AUisiehtsbehörde in Schuldbetreibungs-und Konkurs- sachen die Beschwerde abgewiesen, im wesentlichen unter Bezugnahme auf die herrschende Praxis (vgl. JAEGER. Note 7 zu Art. 305 und Note 3 zu Art. 299). Das Obergericht des Kantons Zürich dagegen, an wel- ches der Schuldner rekurrierte -und zwar unter Bei- fügung des weiteren Eventualantrages. das «Gericht IJ solle den Schuldbrief schätzen lassen und entscheiden, ob und in welchem Umfang die Pfandausfallforderung zu reduzierzn sei -, ist durch Entscheid vom 20. Juli 1923 auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht einge- treten, davon ausgehend, die zehntägige Beschwerde- frist habe mit der Aktenauflage am 1. April zu laufen begonnen. C. -Diesen am 22. August zugestellten Entscheid hat Pomerantz am 30. August an das Bundesgericht weitergezogen, unter Erneuerung der vor den kantonalen
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