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Sachenrecht. N- 10.
diehiarazione di volonta era avvenuta sotto l'impero
deI
nuovo diritto, RU 43 II p. 592), nel easo in esame fa
difetto r elemente soggettivo previsto dall' art. 644 aL 2
CCS : si e quindi a torto ehe l'istanza cantonale ha ras-
pinto I'.azione proposta dall' attore ammettendo ehe i
mobili erano divenuti aecessori dello stabile secondo
iiprecetti deI CCS. In sostanza, l'errore in cui versa il
. querelato giudizio
sta nel non avvertire alla differenza
essenziale ehe corre
tra !'accessorio)) creato dal decreto
legislativo ticinese deI
9 maggio 1904 e l' accessorio ,.
come e concepito dal nuovo diritto : solo una diehiara-
zione di
volontä. diretta a costituire un accessorio che
di quello previsto dal
CCS abbia le qualitä. giuridiche
essenziali
pUO essere considerata efficace ed operativa
a sensi dell'art. 644
al. 2 GCS.
II Tribunale jederale pronuncia :
L' appello e accolto.
40. Urteil der II. Zivilabteilung vom S. Juli 1919
i. S. Sender gegell Spar-und Leihkaue Bern.
Art. 715 ZGB. Art. 1 Abs. 1, VQ des Bundesgerichts betl'. die
Eintragung der Eigentumsvorbehalte vom 19. Dezember 1919.
1,'0 ist der Eigentumsvorhehalt an Gegenständen einzutragen,
die einer ausländischen Firma geliefert worden sind, die in
der Schweiz eine Zweigniederlassung betreibt, wenn diese
Firma unter Verletzung des Grundsatzes der Firmenwahrheit
ihre gesamte Geschäftstätigkeit in einem andern Betreibungs-
kreise ausübt, als dem Kreise, den das Handelsregister als
Geschäftsniederlassung verzeigt ?
A .. -Die FirmaCarl Walter, Goppelt Oein Konstanz
(offene Handelsgesellschaft zwischen Carl
Walter von
Berlin und
Albert Asehinger v ?ll Pforzheim, beide in
Kreuzlingell), die im Handelsregister des Amtsgerichtes
Konstanz eingetragen war, errichtete am 27. Mai 1913
in Kreuzlingen eine Zweigniederlassung unter der näm-
lichen Firma und liess diese am 3. Dezember 1913 im
Handelsregister Frauenfeld eintragen.
Im Jahre 1914
löste sich die Gesellschaft auf
und es gingen deren Aktiven
und Passiven auf die Firma Carl Walter, Goppelt Oe
(EinzeJfirma: Inhaber Carl Walter "on Berlin wohnhaft
in Kreuzlingen) über. Auch diese neue Firma verzeigte
eine
Zweigniederlansung in Kreuzlingen; der Eintrag
derselben in das thurgauische Handelsregister erfolgte
am 21.
Oktober 1914. Die Firma betreibt seit dem
Jahre 1917 in Emmishofen eine Munitionsfabrik, in der
zirka
30 Arbeiter beschäftigt sind. Im Dezember 1917
lieferte ger heutige Beklagte Otto SE'nder, Kaufmannjn
Schaffharisen der Firma Carl 'Valter, Goppelt (1e
eine Anzalll Maschinen für ihre Fabrik in Emmishofen
und liess im April 1918 beim Betreibungsamt Gottlieben,
in dessen Kreis Emmishofen liegt, einen Eigentums-
vorbehalt
an diesen eintragen. In dem am 20. Juli 1918
über die
Firma Walter, Goppelt Oe eröffneten Kon-
kurse sprach der Beklagte die
,"on ihm der Gemeinschuld-
nerin gelieferten Maschinen zu Eigentum an,
unter
Berufung auf den eingetragenen Eigentumsvorbehalt.
Während die Konkursverwaltung die Vindikation zu-
rückwies, anerkannte die zweite Gläubigerversammlung
den
vom Beklagten geltend gemaclltell Ausbonderungsan-
spruch. n der Folge verlangte jedoch die heutige .. Klngenll,
die Spar-und Leihkasse Bern als KonkursglaubIgenn,
gestützt auf Art. 260 SchKG die Abtretung des Admas-
sierungsanspruches gegen den Beklagten
und eitet gegen
diesen rechtzeitig die
yorliegende Klage cm nut dem
Rechtsbegehren : die Eigentumsansprache
des' Onto
Sender an den vindizierten Maschinen nebst Zubehör 1m
Schätzungswerte von 2698 Fr. sei abzuweisen. Die Klage-
begründung
geht dahin, dass der Eintrag des Eigentuns
vorbehaltes im Register des Betreibungsamtes . Gotthe-
ben olme rechtliche Wikung sei, da er im Register des
Sachenrecht. N" iO.
Betrciboungsamh s Kreuzlingen hätte erfolgen sollell.
I )er Beklagte beantragte gänzliche Abweisung der Klage
eventuell Abweisung angebrachtermassen.
B. -Durch Urteil vom 26. April 1919 hat das Ober-
gericht des Kantons TllUragau die Klage geschützt.
e. -Gegen dieses Urteil richtet sich die vorliegend
Berufung des Beklagten, in der die iin kantonalen Ver-
fahren gestellten Anträge ,,,iederhoIt werden.
Die Klägerin
beantragt Bestätigung des angefochtenen
FrteiJs.
Das Bundesgericht ::ielzl in Erwägung:
- -Auf den yom Beklagten auch im bundesgericht-
lichen Verfahren noch aufrecht gehaltenen Antr , es sei
die Klage angebrachte 1assen abzuweisen, ist nicht ein-
zutreten. Dieses Rechtsbegehren
rügt nicht die Verletzung
VOll Bundeszidlrecht, sondem von Normen des kanto-
nalen Prozessrechtes, was im Berufungsverfallfen nach
Art. 56
ff. OG w1Zulässig ist, weil das Bundesgericht als
Berufungsinstanz
nur zu prüfen hat, ob die letzte kanto-
nale Instanz das BUlldesprivatrecht richtig angewendet
habe.
- -In, der Sache selbst ist davon auszugehen, dass
nach Art.
715 Abs. 1 ZGB der Vorbehalt des Eigentums
an einer dem Erwerber übertragenen beweglichen Sache
nur uann wirksam ist, wenn er an dessen jeweiligem Wo11l1-
ort in einem vom Betl'eibungsamt zu führenden öiIent-
lichen Register eingetragen ist. Diese Vorschrift bezweckt,
den Gläubigern des Käufers die Möglichkeit zu wahren.
sich jederzeit darüber zu orientieren, ob
ihr Schuldner
Waren unter Eigentumsvorbehalt erworben habe, um
sich
über dessen Kreditwürdigkeit vergewissern zu
können.
Das Bundesgericht hat gestützt hierauf in seinem
Urteil in AS 42 II NI'. 2 -wovon abzuweichen auch bei
erneuter
Prüfung ein Anlass nicht vorliegt -entschieden.
dass, sofern der Schuldner eine
Zweigniederlassung
betreibt, der Eigentumsyorbehalt, um rechtswirksam
zu sein, nicht am Orte dieser, sondern am Wohnsitze les
Schuldners eingetragen werden müsse, weil nur auf diese
Weise den kreditierenden Gläubigern eine wirksame und
llil1fassende Kontrolle geWährleistet werden könne. Eint'
Ausnahme von diesem Grundsatze der ausschliesslichen
Zuständigkeit des Betreibungsamtes des Wolmsitzes
besteht nur insofern. als nach Art. 1 Abs. 1 Satz 2 dnr VO
des
Bundesgerichts betreffend die Eintragung der Eigen-
tumsvorbehalte vom 19. Dezember 1910 der Eigentuins-
vorbehalt dann an1 Orte der Geschäftsniederlassung
einzutragen ist, wenn der Schuldner
im Auslande wohnt
und eine Geschäftsniederlassung in der Schweiz besitzt.
Somit kann sich
nUF fragen, an welchem Orte die aus-
ländische
Firma Carl Walter, Goppelt oe die Zweig-
niederlassung betrieb, ob
in Emmishofen, wo sich ihre
wirtschaftliche Tätigkeit
ab'wickelte, oder in Kreuzlingen,
dem
Orte, den das Handelsregister als Sitz der Zweig-
niederlassung verzeigt. Hiebei fällt in Betracht, dass nach
dem Gesagten der Hauptzweck der Eintragung des Eigen-
tumsvorbehaltes in der Publizität und in der Möglichkeit
einer Kontrolle durch die kreditierenden Gläubiger
besteht. Daraus folgt, dass der
Eintrng da zu geschehen
hat, wo die Zweigniederlassung
im Handelsregister einge-
tragen
ist; denil' dieser Ort ist für die Geschäftsnieder-
lassung einer ausländischen
Firma zugleich auch der
,Betreibungsort. und. es
ist demnach für die Plll?lizität
uur dann hinreichende Gewähr geboten, wenn für den
Eint.rag des Eigentwnsvorbehaltes auf das aus dem
,Handelsregister sich ergebende Domizil
der Zweignieder-
la.. .. sung abgestellt wird. Daraus, dass der Eintrag der
Geschäftsniederlassung
der Firma .Carl Walter, Gop-
pelt
eIe den Grundsatz der Finenwnrh:it venletzt,
indem der Betrieb der Filiale rucht. III Kreuzlingen,
sondern
in: Emmishofen. VOl; sich geht, kann der Beklagte
zu seinem Gunsten nichts herleiten. Dieser
Um,stand hätte
.ihm . nur Veranlassung geben können. die Firma zu e4ler
Richtigstellung des Handelsregistersemtrages zu verhalten,
ObUptionenreeht. Ne -I1.
doch kann er sich der Klägerin gegenüber, die sich im
gutcp Glauben auf das Handelsregister verlassen hat,
darauf nicht berufen. Mithin ist das angefochtene
Urteil zu bestätigen.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des
Obergerichts des Kantons Thurgau vom 26. April 1919
bestätigt.
V. OBLIGATIONENRECHT
DnOIT DES OBLIGATIONS
41. Urteil eier L Zivilabteilung Tom 3. April 1918
i. S. Ktllwig " Cle gegenL11II.
Art. 107 Abs. 2 OR. Berechnung des Schadenersatzes wegen
Nichterfüllung: massgebend ist der Zeitpunkt des Ablaufes
der Nachfrist.
A. -Am 27. Oktober 1916 bestätigte der Kläger Luss
der Beklagten Mellwig und "eie. von ihr gekauft zu haben
10 Stück komb. Leitspilldel-und Revolverdrehbänke
M.B. 15/30 zum Preise von 4000 Fr. per Stück, franko
verpackt Bahnhof Rüti, lieferbar 5 Stück am 15. Dezem-
ber 1916 und 5 Stück bis 10. Januar 1917. Die Beklagte
bestätigte ihrerseits den Kauf 8!Il 17. November 1916,
wobei sie die Lieferfrist für die ersten 5 Maschinen auf
15. bis 20. Dezember angab, diejenige für die weiteren
5 Maschinen ab 15. Januar 19171). Am 7; Dezember
1916 kaufte der Kläger weitere 5 Drehbänke, lieferbar
zwischen dem
15. und 20. Februar 1917 zu 4200 Fr.
per Stuck. Bei heiden Verträgen war ein Drittel des
Knufpreises anzuzahlen.
Obliptionenreeht. N° 41. "1.7:;
Von den im Dezember lieferbaren 5 Bänken erhielt
der Kläger erst
am 19. Januar 4 Stück. Mit Brief vom
20. Januar wahrte er sich allfällige Schadenersatzan-
spruche wegen verspäteter Ablieferung der fünften Bank
und machte die Beklagte darauf aufmerksam, dass er sie
mit 6 % Zins für die Summe seiner Anzahlung belaste.
Am 23. Januar teilte er ihr mit, dass sein Abnehmer für
jeden Tag VerSpätung eine Entschädigung von 30 Fr.
geltend mache und er sie regresspflichtig machen müsse.
Die Beklagte lehnte aber jede Schadenersatzpflicht ab.
Auf die Anfrage
des Klägers, wann er auf die ausstehenden
6 Drehbänke rechnen könne, antwortete sie, die "asch i-
nenfabrik Rüti, welche die. Bänke herstelle, habe mit
grossen Schwierigkeiten illfolge Rohmaterialmangels und
Mobilisation
von Arbeitern zu kämpfen. Am 14. Februar
setzte dann der Anwalt des Klägers der Beklagten eine
Nachfrist
zur Lieferung der 6 Bänke bis zum 28. Februar.
Die Beklagte erwiderte am
21. Februar, dass sie von der
Maschinenfabrik Rüti abhängig sei und die ruckständigen
Drehbänke sofort nach Eingang von der
Fabrik dem
Kläger
zur Verfügung stellen 'werde; 4 Stück würden
voraussichtlich
in den nächsten 8 Tagen zur Versendung
gelangen. Diese 4 Stück wurden am 7. März tatsächlich
abgeliefert.
Aus' der Nichteinhaltung der Frist leitete
der Kläger keine Ansprüche her. Dagegen liess
er am
18. April der geklagten neuerdings eine Nachfrist von
10 Tagen zur Lieferung der noch ausstehenden Dreh-
bänke ansetzen, diesmal unter der au drucklichen An-
drohung, dass
er sonst auf die nachträgliche Leistung
verzichten
und Schade'llersatz verlangen werde. Die
Beklagte erklärte darauf
mit Brief vom 28. April, dass es
ihr unmöglich sei. die Frist einzuhalten: sie könne
frühestens
infi-6 Tagen ä Maschinen und die restlichen
2 in zirka
4. Wochen liefern. Der Kläger verzichtete aber
am 30. April auf weitere Lieferungen und verlangte
Schadenersatz wegen Nichterfüllung. Die Beklngte steUte
ihm am
3: Mai 5 Maschinen zur Verfügung und setzte ihm