BGE 40 III 289
BGE 40 III 289Bge24.06.1914Originalquelle öffnen →
288 Entscheidungen war. Die im vorliegenden Zahlungsbefehl geforderten Zinsen von 5200 Mk. für die Zeit vom 1. Mai 1900 bis
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Entscheidungen
Mit Zahlungsbefehl v 7 '
klagte den Schuldner S:dk ApfIl 19J3 betrieb die' Be-
ser Faustpfänder, Auf er necht
auf Verwertung die-
die provisorische
Recht ,,n, unter Aberkennung ihres
tionen zu unbeschränkt:: EI,e obgenannte~ drei Ob liga-
, Die Beklagte bestritt d' :entu~ aushmzugeben,
eIne solche
Widerspruchs~~a eerechtJgun
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der K!ägerin,
der
Eigentum noch Pf g zu erheben, da Ihr we-
zustehe; ev, trug sie a a~~~ch ~ an den fraglichen Titeln
B, -Beide kantonal~ InsteIsung ?er Klage an,
das Obergericht
wesent!' h anzen lgten Rectsvorschlag wurde
gerin die thurgauisch
;C; nung erteIlt, Worauf die Klä-
richt Frauenfeld lud e 't YP, othekenbank vor Bezirksge-
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(em Recht 1 h '
klagte sei pflichtig zu e
kl " snege ren, dIe Be-
Pfandrechtes,
der Kläg r , aIesen die Klage ab,
Die
Frage ob dI'e T't 1 ' IC, as folgenden Gründen:
, I e In fIchtl W '
kommen seien habe 'h ger else zu stande ge-
, ,es mc t zu "f
dIeJ'enige ob der V I pru en: auch nicht
, erwa tel' S h'ldk
wesen sei, Obligationen des I c I, nec~,t brechtigt ge-
ben, Es handle sich rp~,astItutes fur SIch auszuge-
nach Art,
106 ff S hKuG
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m,n Widerspruchsverfahren
,c . dIe W'd
aber unbegründet Die V· .. I erspruchsklage sei
Schildknecht sei
i formeldung dr Titel durch
wohl wenn die fraglichen
obluitger Welse erfolgt, so-
sie Namenstitel
seI'e D I?atIOnen Inhaber-als wenn
n, enn Im e t F
Verpfändung deren
Ueb CI b rs en Pfandgläubiger
(
OR)
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,er auch dIe von A t ')1-
a ur den zweiten F I1 r, b
Schriftlichkeit der Ve f ;erlangten Erfordernisse der
gung des Schuldners rp an ufaI1e habe zur
genügt (Art. 213 aOR) erAob e an deg und der Benachrichti-
selen er
ullt D' E '
Unterschrift Schildk ht ,Ie mrede, dass die
mangels
Kompetenz r:: "s , auf, dem Verpfändungsakt
der Statuten der L 'h gultIg seI, scheitere an Art, 16
el -und Sparkasse
C, -Gegen dieses Urteil de Ob "
gau vom 27, Februar 1914 h
S
~rgen,hts von Thur-
fung an das Bundesgericht ~ dIe lagenn die Beru-
Gutheissung der Klage, ergfI en mIt dem Antrag auf
d, Zivilkammern. N° 52.
Das Bundesgericht zieht
in Erwägung:
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Entscheidungen
Pfandbestellung zu bestreifen, sondern ein positives
Recht an der zu verwertenden Forderung beansprucht,.
mit dessen Bestand deren Verwertung überhaupt oder
ausschliesslich zu Gunsten des betreibenden Gläubigers
nicht vereinbar ist (Art. 155,
126 SchKG). Der Wider-
spruchskläger wird demnach entweder ein dem angefoch-
tenen vorgehendes Pfandrecht beanspruchen oder be-
haupten müssen, dass die zu Pfand gegebene Forderung
nicht dem Pfandbesteller sondern ihm, dem Kläger, zu-
stand und jener daher nicht berechtigt gewesen sei, sie
dem Wiederspruchsbeklagten zu verpfänden.
Hier liegen
die Verhältnisse anders. Die Klägerin
hat nicht einmal
die
Behauptung aufgestellt, dass ihr an den fraglichen
Titeln eine der Beklagten im Range vorgehende pfand-
versicherte Forderung zustehe. Auch
behauptet sie nicht,
--was ja offensichtlich unrichtig wäre -die Verpfän-
dung vom 30. Januar 1902 sei deshalb ungültig, weil sie
die GI ä u
bi ger in dieser Forderungen (Obligationen) sei.
Sie
führt ihren Anspruch auf unbeschwerte Herausgabe
der Titel vielmehr auf die Behauptung zurück, dass die
Obligationen von Anfang an nichtig gewesen seien, weil
Schildknecht zu deren Ausstellung nicht befugt gewesen
sei. Indessen erscheint auch
qieser Einwand nicht als
geeignet, die Legitimation der Klägerin zu begründen.
Er kann irgend welchen Einfluss auf die Verwertung
nicht ausüben, denn die Klägerin wird ihn jedem
Vor-
weiser der Obligationen, als<} auch dem künftigen Erstei-
gerer, entgegenhalten können. Mit Recht ist daher die
Vorinstanz
auf die materielle Prüfung dieses Standpunk-
tes nicht eingetreten.
3. -Aus diesen Ausführungen ergibt sich
zugleich,
dass die Klage auch dann abzuweisen wäre, wenn man
sie losgelöst vom Widerspruchsvedahren betrachten
würde. Denn auch in diesem Falle
könnte die Klägerin
ihre Sachlegitimation
nur auf die Behauptung eines ihr
zustehenden Pfandrechtes oder der Gläubigerqualität
zurückführen. Das nicht aus einem Pfandanspruch
oder
der Zivilkammern. N° 53.
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aus der Gläubigerqualität abgeleitete Begehren auf« un-
beschwerte Herausgabe) dieser nicht als Inhaberpapiere
sich darstellenden
Obligatiorrerrhätte--keirr rechtliches
Fundament.
Dm Einwande aber, dass die Titel von An-
fang an nichtig waren, könnte die Beklagte mit der Ein-
rede der mangelnden Passivlegitimation begegnen. Denn
nur demjenigen, der die Einlösung der Obligationen ver-
langt, also dem Gläubiger, nicht demjenigen, dssen Pfan
recht an der Obligation bestritten werden wIll, kann dIe
Nichtigkeit der Titel entgegengehalten werden.
Demnach
hat das Bundesgericht
erkannt:
Die Berufung wird abgewiesen.
53.
Arret de la. IIe seetion civile du 24 juin 1914 dans la cause
Soc. du Gd. Hotel des Na.rcisses ·et Buffet 'rerminus,
demanderesse, contre Margot, defendeur.
Action revocatoire. Cession d'une creance par un debi-
teur insolvable a son frere. Preuve de la connivnc.e u
defendeur resultant de sa proche parente et de ene
Margot Iui garantit Ie capital et les interet~. Les actlOns
ont He payees par fr. 1000.-par LOUIS Margot -on mtImIte
avec le debiteur, de ses connaissances proesslOnnelles en
matiere d'affaires et des inquietudes mamfestees dans la
correspondance sur la situation financiere de son frere.
Admission de l'action revocatoire.
A. -En 1898, Eugene Margot a souscrit en faveur de
son
frere Louis Margot, en garan tie de prets faits par
celui-ci, une obligation hypothecaire de fr. 5000. -gre-
vant l'immeuble de la Pension des Narcisses a Chamby,
dont il Hait proprietaire. En 1905, il a vendu la Pension
des Narcisses
a la societe demanderesse. Il a engage son
frere a souscrire a 10 actions de fr. 500. -de la societe;
Louis Margot s'y est decide a condition que Eu
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