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BGE 33 II 1 ΓÇó Divorce appeal: written submissions inadmissible in oral procedure
BGE 33 II 1Amtliche Sammlung des Bundesgerichts (BGE) / Band II25.09.1906Dismissed
The Federal Supreme Court dismissed the husband's appeal against the Zurich divorce judgment. It held that written submissions could not replace oral argument in the divorce appeal procedure, although this caused no prejudice. Jurisdiction of the Zurich courts was affirmed under the 1902/1905 international divorce convention because the husband was domiciled in Zurich. On the merits, the factual findings showed culpable marital breakdown caused by the husband, justifying divorce under both Swiss and German law.
Art. 74 Abs. 3 OG; Art. 81 OG; Art. 5 Ziff. 2 der internationalen Übereinkunft betr. Ehescheidungsrecht vom 12. Juni 1902/15. September 1905; Art. 47 ZEG; § 1568 DBGB: In the divorce appeal procedure governed by oral hearing, written submissions are procedurally inadmissible and cannot replace the parties' oral pleadings; the omission of a further written elaboration entails no legal prejudice. Jurisdiction under the international convention exists where the defendant spouse was domiciled in the forum state, and the domestic law forum of last residence of the German national is not exclusive. Findings of fact by the cantonal court, if not contrary to the record, are binding on appeal; where they establish serious marital misconduct and breakdown attributable to the defendant spouse, the divorce is to be upheld under both Swiss and German law.
rufung an das Bundesgericht erklärt und mit längerer Begrün
dung an seinem Rechtsbegehren auf Abweisung der Scheidungsklage
festgehalten.
25. Februar 1907 den (näher begründeten) Antrag auf Abwei
sung der Berufung und Bestätigung des obergerichtlichen Urteils
gestellt.
E. Zur heutigen Verhandlung sind weder die Parteien persön
lich, noch Vertreter derselben erschienen.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
rechtigende Zerrüttungsgründe anführt, entsprochen werden muß. Was die letztere Bestimmung des deutschen Rechts betrifft, könnte es sich zunächst allerdings fragen, ob das Bundesgericht überhaupt kompetent sei, deren Auslegung und Anwendung nachzuprüfen. Dabei wäre zu untersuchen, welche Bedeutung den Normen der internationalen Übereinkunft betreffend Ehescheidungsrecht, welche als vom Bunde abgeschlossener Staatsvertrag zweifellos den in ternen Akten der Bundesgesetzgebung gleichzuhalten ist und somit, zufolge ihres zivilrechtlichen Inhalts, in ihrer Anwendung der Kognition des Bundesgerichts als Berufungsinstanz untersteht (vergl. die bundesrätliche Botschaft zum geltenden OG: BB 1892 2 S. 335/336), hinsichtlich ihrer Verweisung auf das ausländische Recht zukommt. Insbesondere wäre zu prüfen, ob durch den in Rede stehenden Art. 2 der Übereinkunft die organi sationsgesetzliche Kompetenzbeschränkung des Berufungsrichters auf die Nachprüfung der Anwendung des Bundesrechts (Art. 57 OG) in dem Sinne erweitert worden ist, daß hier auch die Nachprüfung des neben dem schweizerischen anzuwendenden ausländischen Rechts als Bestandteil der Nachprüfung der Anwendung jenes Artikels der Übereinkunft als solchen in seine Kompetenz fällt. Doch mag diese Frage vorliegend ausdrücklich dahingestellt bleiben, da der Entscheid des kantonalen Richters im fraglichen Punkte, wie aus geführt, als offenbar zutreffend erscheint. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Die Berufung des Beklagten wird abgewiesen und damit das Urteil der II. Appellationskammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. September 1906 in allen Teilen bestätigt.