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BGE 2 I 231 ΓÇó Jurisdiction over alleged violation of a concordat
BGE 2 I 231Amtliche Sammlung des Bundesgerichts (BGE) / Band I05.06.1855Dismissed
Karl Witz complained to the Federal Supreme Court against a Basel appellate judgment in a horse-sale annulment dispute, claiming a breach of the concordat on livestock defects. The Court held that it lacked jurisdiction in the constitutional sense because the dispute between two Basel residents over a horse located in Basel was decided solely under Basel law. The concordat therefore did not arise as an inter-cantonal treaty, but only as part of cantonal law. The complaint was dismissed.
Art. 113 Ziff. 2 BV; Art. 59 Lemma 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege; Zuständigkeit des Bundesgerichts bei Rügen der Verletzung von Konkordaten: Solche Beschwerden haben staatsrechtlichen Charakter nur, wenn das Konkordat als interkantonaler Vertrag, also in einem interkantonalen Verhältnis, zur Anwendung gelangt. Wird ein Streit zwischen Parteien desselben Kantons nach kantonalem Recht entschieden und erscheinen die Konkordatsbestimmungen lediglich als Bestandteil des kantonalen Rechts, so fehlt die staatsrechtliche Zuständigkeit des Bundesgerichts. Der Umstand, dass das Konkordat einheitliches Recht schaffen soll, vermag die Kompetenz nicht zu begründen (consid. 2-4).
C. Unterm 5. Juni 1855 hat der Große Rath von Basel ein Gesetz erlassen, durch welches der Kantonsrath ermächtigt wurde, dem oben erwähnten Konkordate beizutreten und weiter festgesetzt wurde, daß das kantonale Gesetz über Bestimmung der Viehhauptmängel aufgehoben sei und an seine Stelle die Vor schriften des Konkordates treten. Das Bundesgericht zieht in Erwägung: