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BGE 1 I 464 ΓÇó Expropriation compensation and admissibility of claims
BGE 1 I 464Amtliche Sammlung des Bundesgerichts (BGE) / Band I03.09.1875Partially Granted
Frehner appealed an expropriation compensation decision concerning railway construction. The Federal Court held that he had preserved his right to seek compensation by timely reporting his ownership, even without stating a precise amount. It therefore entertained the compensation claims for indirect damages. The Court rejected additional requests for a hard roof and shielding for the house and for transfer of a parcel above the cut, because these were either not timely raised before the municipality or not raised before the valuation commission. Compensation was increased to CHF 1,400 for diminution in value and fixed at CHF 7,930 for relocation of the drying field, alongside the award for the taken land and trees.
Art. 12 and 14 of the Federal Expropriation Act of 1 May 1850; admissibility and scope of expropriation compensation claims. Timely notice of the right to be expropriated suffices to preserve the entitlement to full compensation; the expropriated owner need not, within the statutory filing period, quantify the compensation in monetary terms. The right to challenge the valuation commission's assessment before the Federal Court is not forfeited by the absence of a numerical claim if ownership was duly declared. Full compensation includes not only the value of the expropriated land, but also consequential damage to the remaining property, such as diminution in value and losses linked to the expropriation. Claims under Art. 7 requiring municipal notice are excluded if not timely filed; claims not raised before the valuation commission are likewise inadmissible at the judicial stage. Where expert opinions differ, the court may rely on the average of the valuations.
BGE 1 I 464 - I.C. Frehner
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BGE 139 I 280 - Kopftuch in Bürglen
Sachverhalt
A.
B.
C.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Erwägung 1
Erwägung 2
Erwägung 3
Erwägung 4
Erwägung 5
Erwägung 6
Erwägung 7
Erwägung 8
Erwägung 9
Demnach hat das Bundesgericht erkannt:
Bearbeitung, zuletzt am 15.03.2020, durch: Philip Lengacher, A. Tschentscher
Sachverhalt
A.
Der Antrag des Instruktionsrichters geht dahin: 1
Die Bahngesellschaft hat den Expropriaten I.C. Frehner zu entschädigen:
mit Zins à 5 Prozent für 4,340 Fr., vom Beginn der Bauarbeiten, und für die weitern 6,000 Fr. vom Erlaß dieses Entscheides an.
2
Die Bahngesellschaft bleibt bei ihren Anerbietungen und Erklärungen, laut Protokoll der eidgen. Schatzungskommission und laut vor bundesgerichtlicher Instruktionskommission gemachter Anerkennung befaßt. 3
Expropriat wird mit seinen weiteren Begehren abgewiesen; dagegen bleibt sein Recht auf Schadenersatz im Sinne der Erwägung Ziffer 7 gewahrt. 4
Die Bahngesellschaft hat die Instruktionskosten zu tragen. Die außergerichtlichen Kosten sind gegenseitig wettgeschlagen. 5
B.
Diesen Antrag hat die Eisenbahngesellschaft angenommen. Expropriat hat denselben dagegen abgelehnt und heute verlangt, daß, gemäß dem Gutachten der bundesgerichtlichen Experten, die Minderwerthentschädigung auf 1400 Fr. und diejenige für Verlust des Tröcknefeldes auf 10,434 Fr. erhöht und im Weitern die Eisenbahngesellschaft verpflichtet werde, die 3,000 Quadratfuß haltende Parzelle beim Einschnitt ob der Bahn um 10 Rp. per Quadratfuß zu übernehmen und sein Haus mit harter Bedachung und Beschirmung zu versehen. 6
C.
Die Eisenbahngesellschaft hat auf Verwerfung dieser Begehren und Bestätigung des Antrages des Instruktionsrichters angetragen. 7
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Erwägung 1
Erwägung 2
Erwägung 3
Erwägung 4
Erwägung 5
Erwägung 6
Erwägung 7
Erwägung 8
Erwägung 9
Was die Entschädigung für Verlegung des Tröckneplatzes betrifft, so ist nach dem Gutachten des durchaus sachverständigen Experten Schläpfer auch in Zukunft künstliche Trocknung durch Heizung nicht erforderlich, sondern Lufttrocknung, wie bisher, möglich und für den Zweck genügend. Für diesen Fall berechnen nun die Experten die Entschädigung übereinstimmend auf 9360 Fr. und es gehen dieselben nur über den Bodengewinn am alten Tröcknefeld nicht einig, indem der eine Experte dasselbe zu 15. Rp., der andere zu 10 Rp. und der dritte zu 5 Rp. per Quadratfuß taxirt. Unter diesen Umständen scheint es als angemessen, gemäß der allgemeinen Regel, aus der Mehrheit der Taxen die Durchschnittsberechnung als maßgebend zu erachten und demnach die Entschädigung für Verlegung des Tröcknefeldes, gemäß dem Antrage des Hrn. Fenner, auf 7930 Fr. anzusetzen. 17
Demnach hat das Bundesgericht erkannt:
Mit seinen weiteren Begehren ist Rekurrent abgewiesen. 19
1994-2020 Das Fallrecht (DFR).