UV benefits granted after insurer accepted liability

200 2014 887Verwaltungsgericht10.07.2015Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured appealed AXA's denial of benefits for a left-knee event on 11 December 2013. During the proceedings, AXA acknowledged an accidental bodily injury and accepted its basic duty to pay statutory benefits. In light of the parties' concordant request, the court upheld the appeal accordingly, revoked item 3 of a prior procedural order, imposed no court costs, and awarded the represented appellant party compensation of CHF 2,903.10 inclusive of expenses and VAT.

Omnilex-Regeste

Art. 57 Abs. 4 GSOG; where, in social insurance proceedings, the insurer acknowledges the essential duty to perform and both parties submit concordant requests, the appeal is to be upheld in accordance with that consensus if it accords with the factual and legal situation. In such circumstances, the court may dispose of the matter without costs and award party compensation to the successful represented appellant, provided the submitted fee note is reasonable (consid. 2 ff.).

Gesamter Gesetzestext

200 14 887 UV

KNB/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 10. Juli 2015

Verwaltungsrichter Knapp

Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________

vertreten durch Rechtsanwalt B.________

Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur

Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. September 2014 (13.600.000/4470)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juli 2015, UV/14/887, Seite 1

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

Mit Verfügung vom 19. März 2014 verneinte die AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA bzw. Beschwerdegegnerin) ihre Leistungspflicht hinsichtlich des Ereignisses vom 11. Dezember 2013 betreffend das linke Knie. Mit Entscheid vom 2. September 2014 wurde eine dagegen erhobene Einsprache abgewiesen.

Am 19. September 2014 hat A.________, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen den Einspracheentscheid vom 2. September 2014 Beschwerde erhoben und betreffend das Ereignis vom 11. Dezember 2013 die Ausrichtung von UV-Leistungen beantragt. Nach Zustellung der Beschwerdeantwort reichte Rechtsanwalt B.________ - unter Hinweis auf einen zusätzlichen Arztbericht – eine weitere Stellungnahme ein. Daraufhin teilte die AXA dem Verwaltungsgericht am 20. März 2015 mit, dass betreffend das Ereignis vom 11. Dezember 2013 eine unfallähnliche Körperschädigung und damit die grundsätzliche Leistungspflicht anerkannt werde. Sodann stellte sie ihrerseits den Antrag, die Beschwerde sei in dem Sinne gutzuheissen, als dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet werde, die gesetzlichen Leistungen für das Ereignis vom 11. Dezember 2013 zu erbringen.

Es liegt ein übereinstimmender Antrag der Parteien vor, dem aufgrund der Sach- und Rechtslage zu entsprechen ist.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Kostennote von Rechtsanwalt B.________ vom 8. Juli 2015 erscheint angemessen und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Entsprechend ist die Parteientschädigung auf Fr. 2‘903.10 (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen.

Ziffer 3 der prozessleitenden Verfügung vom 19. Juni 2015 wird widerrufen.

Für diesen kostenlosen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 4 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, die gesetzlichen Leistungen für das Ereignis vom 11. Dezember 2013 zu erbringen.

2. Ziffer 3 der prozessleitenden Verfügung vom 19. Juni 2015 wird widerrufen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 2'903.10 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahlen.

5. Zu eröffnen (R):

Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Eingabe vom 6. Juli 2015)

AXA Versicherungen AG

Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter:Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

Schlagwörter

social insuranceaccident insuranceinsured eventbenefitsliability admissionparty compensationcosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether AXA must provide statutory UV benefits for the event of 2013-12-11.

Extrahierter Entscheid

The appeal is upheld to the extent that AXA is ordered to provide the statutory benefits for the event of 2013-12-11.

Extrahierte Begründung

The parties filed concordant requests after AXA acknowledged an accidental bodily injury and its basic duty to perform; the request was consistent with the facts and law.

Kernrechtsfrage

Whether the procedural order of 2015-06-19, item 3, should be revoked.

Extrahierter Entscheid

Item 3 of the procedural order is revoked.

Extrahierte Begründung

The changed procedural posture and the parties' concordant request justified revocation.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged and whether party compensation is due.

Extrahierter Entscheid

No court costs are charged; the respondent must pay party compensation of CHF 2,903.10 including expenses and VAT.

Extrahierte Begründung

Because the represented appellant succeeded, he is entitled to compensation; the submitted cost note was found appropriate.

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