Claim dismissed as moot after settlement

200 2013 1113Verwaltungsgericht28.04.2014Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant brought an action against Helvetia seeking declarations about the validity of a withdrawal from a life insurance-linked occupational pension policy and payment of CHF 1,875 plus interest. Before judgment, the parties concluded an out-of-court settlement covering all disputed points and asked that the proceedings be struck off according to the agreed costs arrangement. The court held that the settlement rendered the case moot and dismissed it from the docket. It further ordered that no court costs be charged and no party compensation be awarded beyond the settlement's fee contribution.

Omnilex-Regeste

Art. 39 Abs. 1 VRPG; mootness after comprehensive settlement: where the parties settle all disputed points pending judgment, the claimant's legal interest in adjudication lapses and the action is to be removed from the docket as moot. In such a situation, the court follows the agreed allocation of costs; absent a statutory basis or separate entitlement, no additional party compensation is awarded. For proceedings under the BVG, Art. 73 Abs. 2 BVG excludes the levying of procedural costs in the case at hand.

Gesamter Gesetzestext

200 13 1113 BV

SCJ/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 28. April 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger

Gerichtsschreiber Germann

A.________

vertreten durch Fürsprecher und Notar B.________

Kläger

gegen

Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG St. Alban-Anlage 26, 4002 Basel

Beklagte

betreffend Klage vom 12. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. April 2014, BV/13/1113, Seite 1

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

Mit Klage vom 12. Dezember 2013 liess A.________ (nachfolgend Kläger), vertreten durch Fürsprecher und Notar B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, gegen die Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG (nachfolgend Beklagte) Klage erheben und folgende Rechtsbegehren stellen:

1. Es sei festzustellen, dass

1. seitens der Beklagten kein wirksamer Rücktritt vom Versicherungsverhältnis wegen Eintritts des versicherten Ereignisses im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erfolgt ist;

2. die zwischen den Parteien bestehende gebundene Vorsorgeversicherung (Lebensversicherungspolice Nr. 1210.0.75079831) nach wie vor Bestand hat.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger wegen zu viel bezahlter Versicherungsprämien einen Betrag von Fr. 1‘875.-- zzgl. Verzugszins von 5% seit dem 1. Januar 2013 zu bezahlen.

3. Verfahrensantrag: Die Parteien seien zu einer Einigungsverhandlung im Sinne von Art. 91 Abs. 2 VRPG vorzuladen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Am 15. April 2014 reichte die Beklagte eine am 4./14. April 2014 abgeschlossene Vereinbarung ein, worin sich die Parteien in einem aussergerichtlichen Vergleich über sämtliche strittigen Punkte gemäss Klage einigten. Gestützt darauf beantragt die Beklagte die Abschreibung des Verfahrens unter vereinbarungsgemässer Kostenfolge.

Unter diesen Umständen ist das Verfahren zufolge Wegfalls des Rechtsschutzinteresses des Klägers gegenstandslos geworden und antragsgemäss als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben (Art. 39 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]).

Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (BVG; SR 831.40) keine zu erheben.

Gemäss Ziffer 6 der am 4./14. April 2014 getroffenen aussergerichtlichen Vereinbarung beteiligt sich die Beklagte an den Anwaltskosten des Klägers mit einem Betrag von pauschal Fr. 1‘500.-- zuzüglich Mehrwertsteuer. Nach Ziffer 9 beantragen die Parteien die Abschreibung des Verfahrens nach Massgabe der vereinbarten Kostenfolge. Damit besteht zusätzlich zu der in Ziffer 6 festgelegten Entschädigung kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Das Klageverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

-Fürsprecher und Notar B.________ z.H. des Klägers

-Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG

-Bundesamt für Sozialversicherungen

zur Kenntnis:

  • Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Postfach, 3000 Bern 14

Der Einzelrichter:Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

Schlagwörter

mootnesssettlementoccupational pensionlife insurancecourt costsparty compensationdeclaratory relief

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the claim should be removed from the docket as moot after an out-of-court settlement.

Extrahierter Entscheid

Yes. The settlement eliminated the claimant's legal interest, so the case became moot and had to be dismissed from the docket.

Extrahierte Begründung

Because the parties reached a comprehensive settlement covering all disputed points, there was no remaining need for judicial determination.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs are levied.

Extrahierte Begründung

Under the applicable BVG cost rule, no procedural costs are to be collected in this type of proceeding.

Kernrechtsfrage

Whether a party compensation should be awarded beyond the agreed contribution to legal fees.

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded.

Extrahierte Begründung

The settlement already fixed the defendant's contribution to the claimant's lawyer's fees; therefore no additional party compensation was due.

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