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ARGVP-1988-3061 ΓÇó No conciliation in debt denial actions under CHF 5,000
ARGVP-1988-3061Obergericht22.12.1980Other
The excerpt states that in debt denial actions with a value in dispute below CHF 5,000, no conciliation procedure takes place. Art. 6 ZPO is interpreted as an exhaustive list of exceptions to conciliation for cases within the jurisdiction of the single judge. The omission of debt denial actions from Art. 6 ZPO is considered deliberate; if there were a gap, only the legislature could close it, and there is no room for judicial gap-filling under Art. 1(2) ZGB. The text also gives practical reasons why conciliation is not suitable in such cases.
Art. 6 Ziff. 2, Art. 8 Ziff. 2 ZPO; Art. 1 Abs. 2 ZGB: no conciliation in debt denial actions under CHF 5,000. The exception list in Art. 6 ZPO is exhaustive and admits no analogical extension. Where the legislature has deliberately omitted a category of disputes from the conciliation regime, a judicial completion of the statute under Art. 1 Abs. 2 ZGB is excluded. The special conciliation mechanism for claims proceedings before the single judge does not apply by analogy to debt denial actions, which are already preceded by proceedings before the debt enforcement judge and are not shown to benefit comparably from conciliation.
C. Gerichtsentscheide 3061
3. Verfahren 3.1 Zivilprozess 3061 Verm ittlungsverfahren. Bei Aberkennungsprozessen mit einem Streitwert unter Fr. 5000 - findet keine Vermittlung statt (Art. 6 Ziff.2, Art. 8 Ziff. 2 ZPO). Der Wortlaut von Art. 6 ZPO (Verfahren ohne Vermittlung) ist eindeutig. Ein Vermittlungsverfahren findet nicht statt: «2. bei Zuständigkeit des Einzelrichters, ausgenommen die Fälle von Art. 7 Ziff. 2 und Art. 8 Ziff. 2 ZPO.» Es handelt sich hier um eine abschliessende Aufzählung der Ausnahmen. Hätte der Gesetzgeber etwas anderes gewollt, so hätte er hier auch die Aberkennungsklage bis Fr. 5000 - aufführen müssen. Sollte es sich tatsächlich um eine «Lücke» handeln, so könnte diese nur durch den Gesetzgeber geschlossen werden. Für eine richterliche Interpretation im Sinne von Art. 1 Abs. 2 ZGB ist hier kein Raum. Dass das Gesetz für Aberkennungsklagen unter Fr. 5000 - keine Vermittlung vorsieht, ist auch sachlich begründet. Die Vermittlung in Forderungsprozessen vor dem Einzelrichter (Art. 7 Ziff. 2 und Art. 8 Ziff. 2 ZPO) wurde im endgültigen Gesetzestext festgelegt, weil die Vermittler nachweisbar einen erheblichen Prozentsatz der Forderungsstreitigkeiten vermitteln können, was für die relativ seltenen Aberkennungsklagen nicht zutrifft. Hat eine Streitsache schon vor dem Rechtsöffnungsrichter (ohne Vermittler) nicht beigelegt werden können, so ist umso weniger einzusehen, wie dies im nachfolgenden Aberkennungsprozess der Fall sein sollte. OGP22.12.1980 (RBer 1980/81, S. 48) 419