Tax assessment by estimation; scope of review

ARGVP-1988-2039Verwaltungsgericht15.11.1962Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The taxpayer challenged an estimated income assessment before the Steuerrekurskommission. The commission held that estimation was mandatory because no proper commercial books were kept, although the taxpayer was obliged to keep them. It further held that on recourse it would only examine whether the assessment authority had exceeded its discretion, not re-estimate the income from scratch where the objection-stage estimation had been sufficiently thorough. The difference between the declared and assessed income was not significant enough to disturb the estimate.

Omnilex-Regeste

Art. 68 StG, Art. 86 StG; Ermessensveranlagung when a numeric assessment is impossible due to lack of proper books. If the taxpayer fails to keep mandatory accounts, income may be determined by experience-based estimation, taking proven special circumstances into account. On administrative recourse, the reviewing body does not substitute its own estimate; it only examines whether the assessing authority stayed within the limits of proper discretion. Where an estimation was already made carefully in the objection stage, a fresh estimation in the appeal stage is not required (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

B. Entscheide der Steuerrekurskommission 2039, 2040 2039 Ermessensveranlagung (Art. 68 StG)1. Das Einkommen des Beschwerdeführers ist im Sinne des Art. 68 StG1 nach Ermessen zu veranlagen; denn er führte keine kaufmännischen Bücher, obwohl er bei einem Gesamtumsatz von über Fr. 50000 - zur Eintragung im Handelsregister und damit zur Buchführung verpflichtet wäre. Ohne Buchhaltung ist eine ziffernmässige Veranlagung nicht möglich. Die Ein­künfte sind daher nach Erfahrungszahlen zu schätzen, unter Berücksich­tigung nachgewiesener besonderer Verhältnisse. Nach ständiger Praxis werden die Einkünfte im Rekursverfahren nicht neu nach Erfahrungs­zahlen geschätzt, sofern - wie hier - eine solche Schätzung bereits im Ein­spracheverfahren mit genügender Gründlichkeit vorgenommen wurde. Die Rekurskommission prüft in einem solchen Falle nur noch, ob der Rah­men des pflichtgemässen Ermessens von der Einschätzungsbehörde nicht überschritten worden ist. Dies ist nach den Angaben des Beschwerdefüh­rers selber hier nicht der Fall. Der Beschwerdeführer nennt sein steuer­pflichtiges Einkommen in der Beschwerde mit Fr. 8665.-. Die Differenz zum veranlagten Einkommen von Fr. 9 6 0 0 - ist daher an und für sich unbe­deutend für eine Ermessensveranlagung im Rahmen der bei solchen Ver­anlagungen notwendigerweise immer bestehenden Unsicherheiten. Ein Steuerpflichtiger, der solche Unsicherheiten vermeiden will, hat es in der Hand, durch Führung einer einwandfreien Buchhaltung eine ziffernmäs­sige Veranlagung zu ermöglichen. StRK 15.11.1962 (Nr. 255) 2040 Erm essensveranlagung aufgrund von Art. 86 StG. Die Steuerrekurskom­mission überprüft nur, ob die Veranlagungsbehörde den ihr zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten hat.

1. Gemäss Art. 86 StG wird die Veranlagung nach Ermessen vorgenom­men, wenn eine ziffernmässige Veranlagung nicht möglich ist. Im vorlie­ 1 Heute: Art. 86 StG 316

Schlagwörter

taxationestimated assessmentbookkeeping dutydiscretionadministrative appeal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the taxpayer's income could be assessed by estimation under Art. 68 StG.

Extrahierter Entscheid

Yes. Because no proper books were kept, a numeric assessment was impossible and estimation based on experience could be made, taking proven special circumstances into account.

Extrahierte Begründung

The taxpayer had a turnover above CHF 50,000 and would have been subject to registration and bookkeeping duties. Without accounts, a precise assessment was impossible.

Kernrechtsfrage

What standard of review applies in the recourse proceedings to an estimated tax assessment.

Extrahierter Entscheid

The recourse commission reviews only whether the assessing authority exceeded its discretionary margin; it does not redraw the estimate anew if the first estimate was sufficiently thorough.

Extrahierte Begründung

Established practice limits review to whether the assessment authority stayed within the bounds of proper discretion, especially where the estimation was already carefully made in the objection stage.

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