Municipal regulation may not extend compulsory service beyond constitutional term

ARGVP-1988-1055Verwaltungsgericht25.06.1963Confirmed

Zusammenfassung

The Regierungsrat held that a municipal regulation could not extend the constitutional compulsory-service obligation beyond the three-year term fixed by the cantonal constitution. An elected member who later becomes chairperson retains the right to resign from the municipal body after three years, and that resignation also ends the chairmanship. The decision further noted that a late resignation accepted by the municipal council must be distinguished according to whether it concerns a supplemental election within the ordinary term or a full renewal election.

Regest

Art. 22 KV; compulsory office service and municipal regulations; the constitutional limitation of mandatory service to the office term is exhaustive and cannot be enlarged by communal legislation. Election as chairperson of a municipal authority does not create a new compulsory term beyond the remaining mandate period; resignation from the authority necessarily entails loss of the chairmanship. Under Art. 22 Abs. 5 KV, the effect of a belated resignation depends on whether it occurs in the context of a supplemental election within the ordinary term or a general renewal election (consid. not stated).

Gesamter Gesetzestext

A. Entscheide des Regierungsrates 1055, 1056

4. Gemeindewesen 1055 Gem eindewesen. Der in Art. 22 der Kantonsverfassung vorgesehene Amtszwang darf durch Gemeindereglement nicht ausgedehnt werden. Ein neues Gemeindereglement sah vor, dass der Wahlfähige, welcher als Mitglied einer der Volkswahl unterliegenden Behörde zu deren Vorsitzen­den gewählt wird, diese Beamtung mindestens für eine neue dreijährige Amtsdauer auszuüben hat. Diese Bestimmung ist unvereinbar mit der in Art. 22 der Kantonsverfassung festgelegten Beschränkung des Amtszwan­ges auf eine Amtsdauer. Wer in eine Gemeindebehörde gewählt wird, hat verfassungsmässig das Recht, sein Mandat nach drei Jahren selbst dann niederzulegen, wenn er inzwischen zu deren Vorsitzenden ernannt wor­den ist. Der Rücktritt aus der Behörde bedeutet zwangsläufig auch die Demission als Vorsitzender. Diesem Rücktrittsrecht entspricht die Pflicht eines jeden Behördemitglieds, eine Wahl zum Vorsitzenden anzunehmen und diese Charge mindestens solange zu bekleiden, bis seine dreijährige Amtsdauer als Behördemitglied abgelaufen ist. RRB 25.6.1963 1056 Gem eindewesen. Rücktrittsfrist für Behördemitglieder (A rt.22 Abs. 5 der Kantonsverfassung). Die verspätete Demission eines Behördemitgliedes gemäss Art. 22 Abs. 5 der Kantonsverfassung, welche vom Gemeinderat gleichwohl angenom­men worden war, hat folgende Bewandtnis. Es ist zu unterscheiden zwi­schen Ergänzungswahlen innerhalb der ordentlichen Wahlperiode und Gesamterneuerungswahlen. 80

Schlagwörter

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