Supervisory complaint is not appealable as an ordinary recourse

ARGVP-1988-1047Verwaltungsgericht11.02.1986Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

H. B. challenged a municipal arrangement concerning the school cashier in H. The Regierungsrat held that the challenged act was a supervisory-complaint decision and that such decisions are not open to ordinary recourse; at most, a new supervisory complaint is possible. It further recalled that supervisory complaints are not meant to review specific decisions, and that intervention by the supervisory authority is reserved for sufficiently serious violations, especially clear breaches of law or important public interests. The complaint was therefore dismissed.

Omnilex-Regeste

Art. 30 of the Administrative Procedure Act; supervisory complaint and appealability: a decision rendered on a supervisory complaint is, under settled practice, not amenable to ordinary recourse; the wrong remedy designation does not alter the legal nature of the filing. Supervisory complaint is an informal supervisory remedy without formal time limits or form requirements, intended to draw attention to breaches of duty by subordinate authorities, not primarily to obtain review of individual decisions. Supervisory intervention is exceptional and requires a sufficiently serious alleged violation, in particular disregard of clear law or essential public interests (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

A. Entscheide des Regierungsrates 1046, 1047 aus, dass bei den Gesamterneuerungswahlen vom Frühjahr 1987 das neue Gemeindereglement in Kraft sein soll. Die Vorbereitungsarbeiten sind im Gang. Für diesen relativ kurzen Zeitraum von rund anderthalb Jahren kann dieser Zustand geduldet werden. Sollte allerdings bis zu den Gesamterneuerungswahlen 1987 kein revidiertes Gemeindereglement in Kraft sein, welches die Praxis des Gemeinderates abstützt, ist dannzumal der Schulkassier von den Stimmberechtigten von H. neu wählen zu lassen. RRB 15.10.1985 1047 Verfahren. Aufsichtsbeschwerde; Weiterziehbarkeit, Zweck (A rt.30 des Gesetzes überdas Verwaltungsverfahren; bGS 143.5). Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich Unbestrittenermassen um einen Aufsichtsbeschwerdeentscheid. Dies ergeht aus der Verfügung selbst und wird vom Rekurrenten nicht bestritten. Nach feststehender Praxis ist gegen den Entscheid übereine Aufsichtsbeschwerde kein Rekurs möglich, sondern allenfalls wiederum Aufsichtsbeschwerde (vgl. z. B. Kölz, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 1978, N.75 zu §20). Entgegen der Rechtsmittelbelehrung in der angefochtenen Verfügung ist somit die Eingabe des H. B. vom 22. Oktober 1985 nicht als formeller Rekurs, sondern wiederum als Aufsichtsbe­schwerde zu betrachten. Die Aufsichtsbeschwerde ist nicht an bestimmte Fristen und Formen gebunden; sie kann sich gegen jedes Handeln einer Behörde richten. Sie hat in erster Linie den Zweck, die Aufsichtsbehörden auf Pflichtverletzun­gen der ihnen unterstellten Amtsstellen und Behörden aufmerksam zu machen. Dagegen bezweckt sie grundsätzlich nicht die Überprüfung bestimmter Verfügungen oder Entscheide. Nach ständiger Praxis des Regierungsrates führt die Aufsichtsbeschwerde nur dann zu einem Ein­schreiten der Aufsichtsbehörde, wenn den gerügten Rechtsverletzungen eine gewisse Schwere zukommt (Komm. Schär zum Gesetz über das Ver­waltungsverfahren, N.8 zu Art. 30). Dies ist insbesondere der Fall, wenn klares Recht oder wesentliche öffentliche Interessen missachtet worden sind. RRB 11.2.1986 67

Schlagwörter

supervisory complaintappealabilityadministrative supervisionadmissibilitymunicipal administrationpublic interestprocedural remedy

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether a decision on a supervisory complaint can be challenged by ordinary recourse.

Extrahierter Entscheid

No. A decision on a supervisory complaint is not subject to ordinary recourse; at most, another supervisory complaint may be filed.

Extrahierte Begründung

The challenged act is undisputedly a supervisory-complaint decision. Established practice excludes recourse against such a decision, notwithstanding any incorrect appeal instruction.

Kernrechtsfrage

Whether the supervisory authority must intervene in the challenged municipal practice.

Extrahierter Entscheid

Intervention is warranted only where the alleged violation is sufficiently serious, in particular where clear law or important public interests are disregarded.

Extrahierte Begründung

The supervisory complaint is meant to alert supervisory authorities to breaches of duty, not primarily to review specific decisions. Intervention therefore depends on the gravity of the alleged legal violation.

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