Custody authority need not examine municipality’s internal reimbursement

XBE.2014.11Zivilgericht / Kindes- und Erwachsenenschutzkammer30.06.2014

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Obergericht, Chamber for Child and Adult Protection, held that when determining the compensation of a professional guardian, the child and adult protection authority does not need to examine whether the liable municipality has satisfied any internal reimbursement duty within its own organizational structure. The guardian’s remuneration follows Art. 404 ZGB and the cantonal implementing provisions: the protected person’s assets are primarily liable, and if they fall below the statutory minimum the municipality bears the cost. Internal municipal reimbursement questions are outside the authority’s review.

Omnilex-Regeste

Art. 404 ZGB; compensation of guardians; scope of review of the child and adult protection authority. The guardian’s remuneration and reimbursement of necessary expenses are to be fixed according to the statutory allocation of costs between the protected person’s assets and, subsidiarily, the municipality. The authority seised with fixing the compensation has no mandate to examine whether the municipality, within its internal organizational and budgetary arrangements, has complied with any separate reimbursement obligation. Such internal cost allocation falls outside the protective authority’s review and does not affect the guardian’s entitlement as against the statutory debtor.

Gesamter Gesetzestext

316 Obergericht, Abteilung Zivilgericht 2014

Abs. 2 ZPO). Im freiwilligen (nichtstreitigen) Verfahren kommt ein solcher Rückgriff nach dem oben Aufgeführten aber nicht in Frage. Es bleibt folglich dabei, dass der Antragsteller die Gerichtskosten übernehmen muss und auch seine Parteikosten selber zu tragen hat (Urteil des Bundesgerichts 5P.212/2005 vom 22. August 2005 E. 2.2). Anders wäre nur zu entscheiden, wenn im Sinne von Art. 107 Abs. 2 ZPO Gerichtskosten entstanden sind, die weder eine Partei noch Dritte veranlasst haben und diese aus Billigkeitsgründen dem Kanton aufzuerlegen wären (Art. 107 Abs. 2 ZPO) oder aber unnötige Kosten gemäss Art. 108 Abs. 2 ZPO darstellen würden. Doch selbst in diesen Fällen werden nach der Praxis des Obergerichts des Kantons Aargau keine Parteientschädigungen zulasten des Kantons ausgerichtet, nachdem in Fällen fehlerhafter Gerichtshandlungen weder die ZPO noch das kantonale Recht eine Rechtsgrundlage dazu kennen (Art. 107 Abs. 2 und 116 Abs. 1 ZPO i.V.m. §§ 22 ff. EG ZPO; vgl. Entscheide der 3. und 5. Zivilkammer des Obergerichts Aargau vom 17. März 2014 [ZSU.2013. 301] E. 8.2, vom 25. Februar 2013 [ZSU.2012.353] E. 3 und vom 17. Februar 2014 [ZSU.2013.328] E. 3).

58 Art. 425 ZGB Anders als die periodische Berichterstattung (Art. 415 ZGB) dient der Schlussbericht (Art. 425 ZGB) der Information und nicht der Überprüfung der Mandatsführung. Die Behörde genehmigt den Schlussbericht, soweit er der Informationspflicht genügt. Die Mandatsführung durch den Beistand kann daher nicht Gegenstand einer Beschwerde gegen die Genehmigung des Schlussberichts sein. Allfällige Verfehlungen des Beistandes sind auf dem Weg der Verantwortlichkeitsklage gemäss Art. 454 f. ZGB geltend zu machen. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 30. Juni 2014 in Sachen Y. M. (XBE.2014.11).

2014 Zivilrecht 317

59 § 14 V KESR Die Gemeinde ist in der Entschädigungsorganisation der kindes- und erwachsenenschutzrechtlichen Mandatsträger frei. Es ist nicht Sache der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, im Rahmen der Festsetzung der Mandatsentschädigung eines Berufsbeistandes zu prüfen, inwieweit die kostenpflichtige Gemeinde einer allfälligen verbandsinternen Entschädigungspflicht nachgekommen ist. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 10. Oktober 2014 in Sachen B. R. (XBE.2014.29). Aus den Erwägungen

2.3.

Nach Massgabe von Art. 404 Abs. 1 ZGB hat der Beistand Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spesen aus dem Vermögen der betroffenen Person. Unterschreitet das Vermögen der betroffenen Person nach Belastung der Entschädigung den Mindestsatz von Fr. 15'000.00, ist die Entschädigung sowie der Spesen- und Auslagenersatz des Beistands von der Gemeinde zu tragen (Art. 404 Abs. 3 ZGB i.V.m. § 67 Abs. 4 EG ZGB und § 14 Abs. 1 V KESR). Der Anspruch auf Entschädigung des Beistandes gilt unabhängig davon, ob ein Privatbeistand oder ein Berufsbeistand eingesetzt worden ist. Es wäre allerdings nicht richtig, wenn der Berufsbeistand zusätzlich zu seinem Lohn noch ein Entgelt aus dem geführten Mandat erhält (REUSSER, in: Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 2012, N. 33 zu Art. 404 ZGB). § 14 Abs. 2 V KESR sieht vor, dass die Gemeinde Berufsbeistände selbst besolden und die von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde festzulegende Entschädigung (Art. 404 Abs. 2 ZGB) sowie Spesen- und Auslagenersatz aus dem Vermögen der betroffenen Person für sich vereinnahmen kann. In der Organisationsstruktur

Schlagwörter

guardian compensationadult protectionmunicipal liabilityexpensesinternal reimbursementreview scope

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the child and adult protection authority must review the municipality’s internal reimbursement arrangement when fixing a professional guardian’s fee and expenses.

Extrahierter Entscheid

No. The municipality is free to organize compensation internally, and the authority fixing the guardian’s remuneration does not have to examine whether the municipality has complied with any internal reimbursement obligation.

Extrahierte Begründung

Under Art. 404 ZGB, the guardian’s entitlement is directed to the protected person’s assets, and if those assets fall below the statutory minimum the municipality bears the burden. However, the authority’s task is limited to fixing the remuneration and expenses under the statutory scheme; it is not responsible for checking the municipality’s internal accounting or reimbursement relationships.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.