Removal detention disproportionate despite Schengen residence right

WPR.2013.161Verwaltungsgericht / 2. Kammer21.10.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Administrative Court held that a third-country national staying illegally in Switzerland but holding a residence right in another Schengen state may generally be removed there immediately under Art. 64(2) AuG. If there is no indication that the person will ignore an informal order to leave for that state, removal detention is disproportionate. The migration authority’s request was therefore not upheld.

Omnilex-Regeste

Art. 64 Abs. 2 AuG; removal detention of a third-country national with a residence right in another Schengen state; proportionality. Where immediate removal to the Schengen state of lawful residence is generally feasible, the competent authority must in principle issue an informal order to depart forthwith. Detention is only permissible if concrete indications show that the person will not comply with the informal removal order. Absent such indications, detention is disproportionate and cannot be maintained (consid. 2.2).

Gesamter Gesetzestext

124 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2013 matisch die Kontaktaufnahme mit Rechtsvertretern verweigern würde. Solche Anzeichen sind aber nicht vorhanden. (...) (Hinweis: Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde gegen diesen Entscheid mit Urteil vom 26. Oktober 2013 [2C_1003/2013] nicht eingetreten.) 26 Ausschaffungshaft; Verstoss gegen Einreiseverbot; sofortige Wegweisung; Verhältnismässigkeit Hält sich ein Drittstaatsangehöriger illegal in der Schweiz auf und verfügt er in einem Schengen-Staat über ein Aufenthaltsrecht, kommt Art. 64 Abs. 2 AuG zur Anwendung. Diesfalls ist in der Regel eine sofortige Wegweisung möglich und der Betroffene ist formlos aufzufordern, sich unverzüglich in diesen Staat zu begeben. Sofern davon auszugehen ist, dass der formlosen Wegweisung Folge geleistet wird, erweist sich die angeordnete Haft als unverhältnismässig (Erw. 2.2.). Aus dem Entscheid des Einzelrichters des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 21. Oktober 2013 in Sachen Amt für Migration und Integration gegen A. (WPR.2013.161). 27 Vorbereitungshaft; Haftdauer Bei einer Vorbereitungshaft gestützt auf Art. 75 Abs. 1 lit. f AuG ist mit Blick auf Art. 37 AsylG grundsätzlich innerhalb von zehn Arbeitstagen mit einem Nichteintretensentscheid im Asylverfahren zu rechnen. Ohne besondere Gründe rechtfertigt sich deshalb eine mehrmonatige Haft zur Sicherstellung des Wegweisungsverfahrens nicht. Aus dem Entscheid des Einzelrichters des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 15. November 2013 in Sachen Amt für Migration und Integration gegen A. (WPR.2013.177). Aus den Erwägungen

Schlagwörter

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Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether removal detention was proportionate where the person had a Schengen residence right in another state and could be sent there immediately.

Extrahierter Entscheid

The detention was disproportionate because immediate removal to the other Schengen state was generally possible and the person was to be instructed informally to leave immediately; if compliance was expected, detention was not justified.

Extrahierte Begründung

Art. 64(2) AuG applied. In such cases, immediate removal is normally possible. Where there are no indications that the person will not comply with an informal removal order, detention is unnecessary and disproportionate.

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