WEF prepayment counts toward division of vested benefits

VKL.2007.74Versicherungsgericht / 3. Kammer16.06.2009

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In a divorce-related vested-benefits case, the claimant sought an additional CHF 50,000 on the ground that her own WEF advance should not have been counted. The court held that the WEF advance had already been added back to the parties’ exit benefits as of the divorce date and that such advances are subject to division under pension law. It further held that any property-law or matrimonial-property consequences of the financed real estate fall within the divorce court’s jurisdiction, not the social insurance court’s. An additional payment of CHF 50,000 could therefore not be ordered in this proceeding.

Omnilex-Regeste

Art. 22(2) FZG; Art. 30c(6) BVG; WEF advances in the division of vested benefits after divorce. A home-ownership advance made during marriage is to be treated as a vested-benefits withdrawal and added to the respective exit benefit as of the divorce date for purposes of division. The social insurance court’s jurisdiction is limited to the pension-law allocation of exit benefits; it has no competence to determine matrimonial-property or property-law consequences of a real estate financed by such an advance. Claims for compensatory payment linked to the financing of the property must be pursued before the divorce court (consid. 3.4).

Gesamter Gesetzestext

90 Versicherungsgericht 2009 len Krankenversicherung und auch der Krankentaggeldversicherung nach VVG anzuwenden. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 20. September 2005 (VKL.2005.48) die Krankentaggeldversicherung nach VVG als Zusatzversicherung zum KVG gewertet (und damit seine sachliche Zuständigkeit bejaht) hat. Der Grundsatz der Kostenfreiheit hat daher auch bei der Krankentaggeldversicherung nach VVG zu gelten. Der Beklagten ist damit keine Parteientschädigung zuzusprechen. 20 Art. 142 ZGB; Art. 22 Abs. 2 und Art. 25a FZG; Art. 30c Abs. 6 BVG Bei der Teilung der Freizügigkeitsleistungen im Anschluss an die Ehescheidung sind während der Ehe getätigte WEF-Vorbezüge der jeweiligen Austrittsleistung per Scheidungsdatum hinzuzurechnen. Sachenrechtliche und güterrechtliche Fragen im Zusammenhang mit einer durch Vorbezug finanzierten Liegenschaft sind vom Scheidungsgericht zu beurteilen. Aus dem Entscheid des Versicherungsgerichts, 3. Kammer, vom 16. Juni 2009 in Sachen S.C. gegen F.I. (VKL.2007.74). Aus den Erwägungen

3.4.

Die Klägerin bestreitet die vom Gericht errechneten, zur Teilung zu bringenden Vorsorgeguthaben der Parteien nicht, machte aber geltend, ihr WEF-Vorbezug von Fr. 50‘000.-- bleibe bei dieser Art der Teilung unberücksichtigt. Der Betrag von Fr. 50‘000.-- sei ihr daher zusätzlich aus dem Vorsorgevermögen des Beklagten zu übertragen. Hiezu ist anzuführen, dass der im Juli 2001 getätigte WEF-Vorbezug der Klägerin in Höhe von nominal Fr. 50‘000.-- nicht unberücksichtigt geblieben ist, sondern - wie auch der WEF-Vorbezug des Beklagten vom September 2001 in Höhe von Fr. 71‘547.-- - der jeweiligen Austrittsleistung per Scheidungsdatum hinzugerechnet wurde, da ein Vorbezug aus Wohneigentum als Freizügigkeitsleis-

2009 Versicherungsgericht 91 tung gilt und entsprechend ebenfalls nach Art. 22 Abs. 2 FZG zu teilen ist (vgl. 30c Abs. 6 BVG und Art. 331e Abs. 6 OR; BGE 132 V 344 Erw. 3.1, 128 V 235 Erw. 3). Auf diese vorsorgerechtlichen Aspekte der Teilung der Austrittsleistung beschränkt sich die sachliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts. Die sich im Rahmen des Ehescheidungsverfahrens im Zusammenhang mit einer durch einen Vorbezug finanzierten ehelichen Liegenschaft stellenden Fragen, wie beispielsweise in güterrechtlicher oder sachenrechtlicher Hinsicht, hat das Scheidungsgericht zu beurteilen. Eine sachliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts für die Beurteilung solcher Fragen ergibt sich weder aus Art. 25a FZG noch aus Art. 142 ZGB (BGE 132 V 344 Erw. 3.1). Welcher der Parteien die Liegenschaft in O. zugeteilt wurde, mit welchen güterrechtlichen Auswirkungen und ob zu Recht, kann vom Versicherungsgericht im vorliegenden Verfahren nicht mehr überprüft werden. Auch ob allenfalls eine Ausgleichszahlung des Beklagten an die Klägerin für den von ihr in die Liegenschaft investierten WEF-Vorbezug von Fr. 50‘000.-- angeordnet wurde bzw. hätte angeordnet werden müssen, ist eine Frage des Güterrechts und nicht der Teilung der Freizügigkeitsguthaben und gehört damit nicht in die Zuständigkeit des Versicherungsgerichts. Eine zum Teilungsanspruch von Fr. XX zusätzliche Zahlung des Beklagten von Fr. 50‘000.-- an die Klägerin kann daher nicht angeordnet werden. 21 Krankentaggeld nach VVG Taggeldleistungen sind zu erbringen, wenn eine Krankheit im Sinne des Gesetzes bzw. des Reglements vorliegt. Was diese Krankheit verursachte, ist für den Leistungsanspruch unerheblich. Aus dem Entscheid des Versicherungsgerichts, 3. Kammer, vom 10. Februar 2009 in Sachen R.M. gegen Krankenkasse S. (VKL.2008.64).

Schlagwörter

vested benefitsdivorceWEF advancepension divisionsubject-matter jurisdictionmatrimonial propertyreal estate financing

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether a WEF advance made during marriage must be added back to the vested benefits as of the divorce date for division purposes.

Extrahierter Entscheid

Yes. The WEF advance is treated as a vested-benefits withdrawal and must be added to the respective exit benefit at the divorce date.

Extrahierte Begründung

A home-ownership advance under pension law is a vested-benefits benefit and is therefore subject to division under Art. 22(2) FZG; the advance is included in the calculation of the exit benefit as of the divorce date.

Kernrechtsfrage

Whether the social insurance court can decide property-law or matrimonial-property questions linked to a property financed by a WEF advance.

Extrahierter Entscheid

No. Such issues belong to the divorce court, not the social insurance court.

Extrahierte Begründung

The court’s subject-matter jurisdiction is limited to the pension-law aspects of dividing vested benefits. Questions of property law or matrimonial property arising from the financed real estate are to be decided in the divorce proceedings.

Kernrechtsfrage

Whether the respondent must pay the claimant an additional CHF 50,000 beyond the vested-benefits division.

Extrahierter Entscheid

No additional payment can be ordered in this proceeding.

Extrahierte Begründung

Because the requested extra payment concerns matrimonial-property consequences and not the division of vested benefits, it falls outside the insurance court’s jurisdiction.

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