Compensation for hedge removal excluded from building-permit appeal

RRB 2021-000519Übriges Gericht05.05.2021Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A. and B. challenged the municipal approval of road reconstruction works on X-Strasse with utility lines. They argued that the project would require removal of their Thuja hedge and that compensation would be owed. The Regierungsrat held that such questions concern interference with private property and possible expropriation, not the building-police review of the approved project. Because a municipal road project is not an expropriation title, the objections and compensation claims could not be heard in this appeal. The matter must be addressed, if no agreement is reached, in expropriation proceedings before the Spezialverwaltungsgericht.

Omnilex-Regeste

§ 32 Abs. 1 lit. b BauG; §§ 151, 153 f. BauG; § 110 Abs. 4 BauG; scope of review in building-permit proceedings and exclusion of expropriation and compensation issues: A municipal road project does not constitute an expropriation title. Objections directed against the removal of vegetation or other interferences with private property, as well as related compensation claims, are not part of the building-police legality review and are therefore not cognisable in the building-permit appeal (consid. 4). If agreement fails, the municipality must request initiation of expropriation proceedings before the Spezialverwaltungsgericht; only after unsuccessful settlement attempts are outstanding expropriation objections decided by the Regierungsrat and unresolved compensation claims by the Spezialverwaltungsgericht.

Gesamter Gesetzestext

PROTOKOLL DES REGIERUNGSRATS

Sitzung vom 5. Mai 2021 Versand: 12. Mai 2021 Regierungsratsbeschluss Nr. 2021-000519 A. und B.; Beschwerde gegen den Entscheid des Gemeinderats Q. vom 11. Mai 2020 betreffend Sanierung X-Strasse mit Werkleitungen; Abweisung/Nichteintreten Erwägungen 4. Entfernung der Thuja Wie der Gemeinderat aufzeigt, macht die Ausführung des Bauvorhabens es nötig, dass die unmittelbar an die Strassenparzelle gepflanzte Thujahecke der Beschwerdeführenden entfernt werden muss. Die Beschwerdeführenden meinen, dass die Beseitigung der Thujahecke nicht Verfahrensgegenstand sei, und verlangen Geldersatz, wenn die Thuja dennoch zu beseitigen sei. Die Vorbringen der Beschwerdeführenden richten sich nicht gegen das Bauprojekt als solches, sondern gegen die damit verbundene Beseitigung der Thujahecke wie auch die allfällige vorübergehende Mitbenutzung des Privatgrundstücks. Hierbei handelt es sich um Eingriffe in die Eigentumsrechte der Beschwerdeführenden. Ein kommunales Strassenbauprojekt stellt – anders als ein kantonales Strassenbauprojekt – keinen Enteignungstitel dar (vgl. § 32 Abs. 1 lit. b BauG). Ob diese Eingriffe ins Privateigentum zu erlauben und in welchem Umfang sie allenfalls zu entschädigen sind, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, bei dem es einzig um die baupolizeiliche Rechtmässigkeit des bewilligten Projekts geht. Entsprechend können Rügen betreffend die Zulässigkeit solcher Eingriffe und damit zusammenhängende Entschädigungsforderungen im vorliegenden Verfahren nicht vorgebracht werden und sind nicht zu hören. Kann sich der Gemeinderat mit den Beschwerdeführenden über die Mitbenutzung des Privatgrundstücks für die Bauausführung sowie über die Beseitigung und Entschädigung der Hecke nicht einigen, muss er das Spezialverwaltungsgericht um Einleitung des Enteignungsverfahrens ersuchen. Dieses ist gehalten zu versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Dann erst, wenn die Einigungsbemühungen scheitern, entscheidet der Regierungsrat über unerledigte Einwendungen gegen die Enteignung und das Spezialverwaltungsgericht über unerledigte Entschädigungsforderungen (§§ 151, 153 f. BauG; siehe auch § 110 Abs. 4 BauG). Im vorliegenden Baugesuchsverfahren ist auf diese Fragen (noch) nicht einzutreten.

Schlagwörter

planningroad constructionexpropriationproperty rightscompensationhedge removaladmissibilitybuilding permit

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether objections to removal of the Thuja hedge and related compensation claims are admissible in the building-permit appeal.

Extrahierter Entscheid

No. Those objections concern interference with private property and potential expropriation issues, which are not part of this proceeding limited to the building-police legality of the approved project.

Extrahierte Begründung

A municipal road project is not itself an expropriation title. Questions about permissibility and compensation for property interference must be handled, if necessary, in expropriation proceedings before the Spezialverwaltungsgericht after failed settlement efforts.

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