Identity obstruction can justify prolongation of removal detention

HA.2003.00018Verwaltungsgericht / 2. Kammer27.05.2003Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Aargau migration office sought prolongation of G.O.’s removal detention. The president of the cantonal foreigners-law appeal court held that uncooperative conduct during identity clarification can constitute a special obstacle to enforcement under Art. 13b(2) ANAG. In particular, falsely telling a diplomat that he did not speak English may justify continued detention because it obstructs the execution of removal.

Omnilex-Regeste

Art. 13b Abs. 2 ANAG; prolongation of removal detention requires a special obstacle to enforcement. Deliberately uncooperative conduct in identity clarification, including false assertions made to a foreign diplomat that hinder the establishment of identity, may constitute such an obstacle and justify the extension of detention (consid. II/3, II/5).

Gesamter Gesetzestext

2003 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht 383 I. Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht

100 Ausschaffungshaft; Haftverlängerung. Unkooperatives Verhalten bei der Identitätsabklärung (wahrheitswidrige Behauptung gegenüber einem Botschafter, kein Englisch zu sprechen) kann ein besonderes Hindernis im Sinne von Art. 13b Abs. 2 ANAG und damit ein Grund für eine Haftverlängerung darstellen (Erw. II/3 und 5). Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 11. Juni 2003 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen G.O. betreffend Haftverlängerung (HA.2003.00020). 101 Ausschaffungshaft; Haftverlängerung. Die Weigerung anlässlich eines begleiteten Ausschaffungsversuchs, das Flugzeug zu besteigen, stellt ein besonderes Hindernis für den Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 13b Abs. 2 ANAG und damit ein Grund für eine Haftverlängerung dar (Erw. II/3 und 5). Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 27. Mai 2003 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen M.B. betreffend Haftverlängerung (HA.2003.00018). 102 Ausschaffungshaft; Unzulässigkeit der formlosen Wegweisung nach neuem Asylgesuch. Behauptet ein vormals abgewiesener Asylsuchender, er sei zwischenzeitlich im Ausland gewesen und reicht dieser ein neues Asylgesuch ein, darf gestützt auf Art. 12 Abs. 1 ANAG keine formlose Wegweisung mehr ausgesprochen werden, da der Betroffene nach Art. 42 Abs. 1 AsylG während des Asylverfahrens ein Aufenthaltsrecht hat. Das Aufenthaltsrecht ist nicht davon abhängig, ob das Asylverfahren förmlich eröffnet wurde. Gelingt dem Betroffenen jedoch der Nachweis nicht, dass er zwischenzeitlich im Ausland war, ist der im Rahmen des ersten Asylverfahrens

Schlagwörter

removal detentionidentity verificationnon-cooperationdeportation enforcementdetention extension

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether uncooperative conduct in identity verification constitutes a special obstacle under Art. 13b(2) ANAG justifying prolongation of removal detention.

Extrahierter Entscheid

Yes. False statements to a diplomat about not speaking English may amount to a special obstacle to enforcement and can justify prolongation of detention.

Extrahierte Begründung

The court treated deliberately uncooperative behavior during identity clarification as hindering execution of the removal order within the meaning of Art. 13b(2) ANAG.

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