Selective procedure: bidder limitation must rest on objective reasons

AGVE_2010_33Verwaltungsgericht / 1. Kammer31.12.2010

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Verwaltungsgericht of Aargau reviewed a challenge to a selective procurement for roadworks on Z.-strasse. The contracting authority intended to invite only five of the qualified applicants and had defined several suitability criteria. The court held that, under § 7 Abs. 2 SubmD, a limitation of the number of participants is admissible only on objective and understandable grounds; a selection made in the authority’s free discretion is impermissible. The excerpt does not contain the final operative disposition of the judgment.

Omnilex-Regeste

§ 7 Abs. 2 SubmD; selective procurement and limitation of bidders: a reduction of the number of invited participants is admissible only if justified by objective and comprehensible reasons. The contracting authority may not choose among qualified applicants at free discretion, even where the purpose is administrative efficiency. The distinction between selective and open procedures requires that participant selection remain reviewable and be based on pre-established, objectively verifiable criteria (consid. 3.2–3.4).

Gesamter Gesetzestext

2010 Bau-, Raumentwicklungs- u. Umweltschutzrecht 183 33 Beschwerdelegitimation in Baubewilligungssachen (§ 38 Abs. 1 aVRPG).

  • Zur Begründung des Anfechtungsinteresses in Ästhetikfragen ist eine Sichtverbindung zwar erforderlich, jedoch nicht in jedem Fall genügend.
  • Rechtsanwendung im konkreten Einzelfall: Der an sich markante Bau ist vom Grundstück der Beschwerdeführerin aus sichtbar, infolge der durch Bäume eingeschränkten Sicht, des dazwischen liegenden Raumes (rund 100 m) und der Anordnung des Neubaus relativiert sich jedoch die optische Wirkung des Neubaus so stark, dass seine Fernwirkung auf die Liegenschaft der Beschwerdeführerin bei objektiver Betrachtung nicht als Nachteil empfunden werden kann. vgl. AGVE 2010 50 263

2010 Submissionen 185 V. Submissionen

34 Selektives Verfahren.

  • Abgrenzung selektives / offenes Verfahren (Erw. 3.2.).
  • Eine Beschränkung der Anbieterzahl nach § 7 Abs. 2 Satz 4 SubmD (zur effizienteren Abwicklung) muss auf objektiven und nachvollziehbaren Gründen beruhen; Teilnehmerauswahl nach freiem Ermessen ist unzulässig (Erw. 3.3. und 3.4.). Urteil des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 15. Juli 2010 in Sachen X. AG gegen Einwohnergemeinde Y. (WBE.2010.80). Aus den Erwägungen

1.

Die Vergabestelle hat verschiedene Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung der Z.-strasse (1. Etappe) im selektiven Verfahren nach § 7 Abs. 2 SubmD öffentlich ausgeschrieben. Zur Teilnehmerauswahl wurde Folgendes bestimmt: "In der 1. Stufe wählt der Gemeinderat aus den eingegangenen Bewerbungen, welche die Eignungskriterien erfüllen, 5 Teilnehmende aus, die zur Offertstellung eingeladen werden (§ 7 Abs. 2 SubmD). In der 2. Stufe ist der Preis das einzige Zuschlagskriterium." Als für die Ausführung des Auftrags massgebende und von den Unternehmern zu erfüllende Eignungskriterien wurden bestimmt: "- fachlich ausgewiesene Firma mit einschlägigen Referenzen im Kanalisations- und Strassenbau

  • im Markt stabile Firma betreffend Beständigkeit, Garantiesicherheit und Kundendienst
  • genügende Kapazität zur termingerechten Ausführung
  • Einhaltung der örtlichen Arbeits- und Umweltschutzbedingungen
  • Angebot von Ausbildungsplätzen (Anzahl)"

Schlagwörter

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Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether limiting the number of bidders in a selective procurement procedure may be based on free discretion rather than objective criteria.

Extrahierter Entscheid

A bidder limit under § 7 Abs. 2 SubmD is permissible only if it rests on objective and comprehensible reasons; selection by free discretion is not allowed.

Extrahierte Begründung

The court distinguished selective from open procedure and held that participant reduction for efficiency must be justified by objective, reviewable grounds.

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