Nullity of faulty tax assessment and prior hearing

AGVE_2000_82Verwaltungsgericht / 1. Kammer31.12.2000Modified

Zusammenfassung

The court addressed a municipal tax assessment challenged for nullity. It held that nullity can result from a combination of substantive and procedural defects, especially where the authority’s good faith is doubtful. Acts of the municipal tax office are attributable to the municipal tax commission, so errors in the assessment procedure must be assessed cumulatively. It also held that a planned assessment based on an asset comparison calculation must be disclosed to the taxpayer in advance to satisfy the right to be heard.

Regest

Nullity of an administrative tax assessment; right to be heard and attribution of municipal tax acts: a tax assessment may be void where several substantive and procedural defects cumulatively occur, particularly if it is uncertain whether the authority acted in good faith. Acts of the municipal tax office are attributable to the municipal tax commission; defects in the assessment procedure are therefore to be assessed globally and not in isolation. The taxpayer must be informed in advance if the authority intends to base the assessment on an asset comparison calculation (consid. 2, 3).

Gesamter Gesetzestext

2000 Verwaltungsrechtspflege 351 c) In der Beschwerde wird geltend gemacht, der Regierungsrat habe in verschiedener Beziehung willkürlich entschieden. Hierauf darf nicht eingetreten werden, da - wie dargelegt - die gemäss § 53 VRPG zulässigen Beschwerdegründe die materielle Rechtsverweigerung (= Willkür) nicht umfassen. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer ..., und behauptet damit sinngemäss überspitzten Formalismus. Nun ist überspitzter Formalismus zwar ein Teilbereich der formellen Rechtsverweigerung in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung; doch wird dieser Teilbereich durch § 53 VRPG nicht erfasst (vorne Erw. 2/b/bb). 3. Da der Beschwerdeführer keine der in § 53 VRPG aufgeführten Beschwerdegründe vorbringt, ist auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit nicht einzutreten. 82 Zustellung an gemeinsam steuerpflichtige Ehegatten.

  • Ist nur einer der Ehegatten vertreten, muss die Zustellung an den Vertreter und an den anderen Ehegatten separat erfolgen. Vgl. AGVE 2000, S. 157, Nr. 41 83 Nichtigkeit einer fehlerhaften Verfügung? Rechtliches Gehör.
  • Nichtigkeit beim Zusammentreffen mehrerer inhaltlicher und verfahrensmässiger Fehler, zumal wenn zweifelhaft ist, ob die Behörde gutgläubig gehandelt hat (Erw. 2, 3).
  • Handlungen des Gemeindesteueramts sind der Gemeindesteuerkommission zuzurechnen; Fehler im Veranlagungsverfahren sind gesamthaft zu bewerten (Erw. 3/a).
  • Die beabsichtigte Veranlagung aufgrund einer Vermögensvergleichsrechnung ist dem Steuerpflichtigen zuvor bekannt zu geben (Erw. 3/b). Vgl. AGVE 2000, S. 159, Nr. 42

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