Tax deduction of shareholder guarantee commission limited by market terms

3-RV.2007.256Spezialverwaltungsgericht / Steuerkammer24.09.2009Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

D. AG paid its shareholder H. a guarantee commission of CHF 94,000 for a CHF 2.35 million guarantee. The tax appeal court examined whether the commission was commercially justified. It held that the fee had to reflect third-party market conditions and the financing advantage actually achieved, taking into account the underlying loan terms and additional securities. The court considered 1.5% of the guaranteed amount, i.e. CHF 35,250, still acceptable and reduced the deductible commission accordingly.

Omnilex-Regeste

§ 68 Abs. 1 lit. b StG; commercially justified guarantee commission to a related person. The arm's-length amount of a guarantee commission granted by a corporation to a shareholder or other related person is to be determined by reference to third-party market conditions and the actual financing advantage obtained. Where the loan terms already fix the relevant interest rate and additional securities further reduce the lender's risk, the commission must be set significantly below the nominal guarantee rate. A tax deduction is admissible only to the extent the payment remains economically justified; the remainder constitutes non-deductible hidden profit distribution or excessive expense (consid. 4.3.3 f.).

Gesamter Gesetzestext

316 Steuerrekursgericht 2009 68 Krankheitskosten; Medikamente, Heilmittel (§ 40 lit. i StG)

  • Abweichend vom aktuellen Merkblatt "Krankheitskosten" sind grundsätzlich auch die Kosten für nicht ärztlich verordnete Medikamente und Heilmittel als Krankheitskosten abziehbar. 22. Januar 2009 in Sachen J. + D.S., 3-RV.2008.121. 69 Gewinnsteuer; Bürgschaftskommission (§ 68 Abs. 1 lit. b StG)
  • Die geschäftsmässig begründete Bürgschaftskommission einer juristischen Person an eine nahestehende Person ist gestützt auf Drittmarktverhältnisse, insbesondere gestützt auf bestellte weitere Sicherheiten wie Grundpfand und Verpfändung von Wertschriften, festzusetzen. 24. September 2009 in Sachen D. AG, 3-RV.2007.256. Aus den Erwägungen

2.

2.1.

Es ist vorliegend unbestritten, dass H. als Aktionär zu Gunsten der Rekurrentin eine Bürgschaft von CHF 2.35 Mio. leistete. Die Rekurrentin bezahlte dafür an H. eine Bürgschaftskommission von CHF 94'000.00, was 4 % des verbürgten Betrages entspricht. Umstritten ist die geschäftsmässige Begründetheit der Bürgschaftskommission. (...)

4.3.3.

Nach dem Wortlaut des Zusammenarbeitsvertrages war die Finanzierung - ohne dass eine zusätzliche Bürgschaft berücksichtigt wurde - an einen Zinssatz von 3.25 % gebunden. Auf diesen Massstab ist daher zur Beurteilung der Angemessenheit der Bürgschaftskommission abzustellen, zumal die Rekurrentin geltend gemacht hat, nur dank der Bürgschaft sei von der Bank X. ein (noch) günstigerer Zinssatz gewährt worden. Eine angemessene Bürgschaftskommission

2009 Kantonale Steuern 317 kann daher maximal der Zinsersparnis zwischen einer Hypothek ohne Bürgschaft und einer Hypothek mit Bürgschaft entsprechen. In diesem Umfang besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Hypothekarzinssatz und Bürgschaftskommission. Ohne Verletzung des Massgeblichkeitsprinzipes - es wird lediglich die Angemessenheit der bezahlten Bürgschaftskommission geprüft - kann insofern eine Gesamtbetrachtung Platz greifen.

4.3.4.

Geht man von einem angemessenen Schuldzinssatz von 3.25 % gemäss Zusammenarbeitsvertrag aus, ergibt sich auf CHF 3.7 Mio. ein Schuldzins von CHF 120'250.00. Werden von diesem Betrag die verbuchten Schuldzinsen von CHF 53'093.95 abgezogen, bleibt eine aufgrund der Sicherheiten erzielte "Schuldzinsersparnis" von CHF 67'156.05 übrig. Bezogen auf die Bürgschaft von CHF 2'350'000.00 ergäbe sich damit eine maximale Bürgschaftskommission von rund 2.858 %. Wird berücksichtigt, dass weitere Sicherheiten wie Grundpfand und Verpfändung von Wertschriften bestanden, muss der Satz für eine Bürgschaftskommission deutlich tiefer liegen. Eine Bürgschaftskommission von 1.5 % erscheint unter diesen Umständen gerade noch als angemessen. Dieses Resultat deckt sich mit den von Banken verlangten Kommissionen. Bei Kreditbesicherungen werden zwischen 0.20 % pro Quartal (bei kurant gedeckten Krediten) und 0.35 % pro Quartal (für übrige Kredite) verrechnet. Der Maximalsatz beträgt somit 1.4 % p.a. Auch daraus ist das Missverhältnis zwischen Leistung (Bürgschaft) und Gegenleistung (Bürgschaftskommission) leicht erkennbar. Die angemessene (geschäftsmässig begründete) Bürgschaftskommission ist auf CHF 35'250.00 (1.5 % von CHF 2'350'000.00) festzusetzen. 70 Grundstückgewinnsteuer; Begriff des überbauten Grundstücks (§ 105 Abs. 1 StG; § 46 Abs. 1 StGV)

  • Was gilt als nicht mehr nutzbares Abbruchobjekt? 26. März 2009 in Sachen N.H. + O.Sch., 3-RV.2008.9.

Schlagwörter

tax deductionguarantee commissionarm's-length principlerelated partiescommercial justificationcollateralinterest rateprofit tax

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Kernrechtsfrage

Whether the guarantee commission paid by D. AG to shareholder H. was commercially justified and deductible for tax purposes.

Extrahierter Entscheid

The commission had to be measured against third-party market conditions and reduced to the amount that was still commercially justified.

Extrahierte Begründung

The court held that the maximum reasonable commission corresponded to the financing advantage obtained through the guarantee. Because the loan terms already reflected a 3.25% rate and additional collateral existed, the fair commission had to be significantly below 4% of the guaranteed amount. A commission of 1.5% was still acceptable.

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