B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Abteilung II B-3401/2025
Abschreibungsentscheid vom 27. Juni 2025 Besetzung
Einzelrichterin Kathrin Dietrich, Gerichtsschreiberin Corine Knupp.
Parteien
A._______ AG, Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Bundesbahnen SBB, Infrastruktur, Vergabestelle
B._______ AG, vertreten durch die Rechtsanwältinnen Anna Katharina Burri und/oder Zara Fetanat-El Tawil, Burri Breitschmid AG, Beschwerdegegnerin 1
C._______ AG, vertreten durch die Rechtsanwälte Marquard Christen und/oder Dr. iur. Julia Haas, CMS von Erlach Partners AG, Beschwerdegegnerin 2
D._______ AG, vertreten durch die Rechtsanwältinnen Anna Katharina Burri und/oder Zara Fetanat-El Tawil, Burri Breitschmid AG, Beschwerdegegnerin 3
E._______ AG, vertreten durch die Rechtsanwälte Gian Andri Töndury und/oder Julia Rohrer, Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, Beschwerdegegnerin 4.
Gegenstand
Öffentliches Beschaffungswesen; Projekt Instandhaltung Transport und Förderanlagen; SIMAP-Meldungsnummer #2638-08.
B-3401/2025 Seite 3 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 8. Mai 2025 beim Bundesverwaltungsgericht gegen die auf der Inter- netplattform simap.ch am 18. April 2024 publizierte Verfügung der Schwei- zerische Bundesbahnen SBB, Infrastruktur (im Folgenden: Vergabestelle) betreffend den Zuschlag im Beschaffungsverfahren «Projekt Instandhal- tung Transport und Förderanlagen» (SIMAP-Meldungsnummer #2638-08) Beschwerde erhoben hat, dass die Beschwerdeführerin in der Hauptsache beantragt hat, die ange- fochtene Verfügung sei betreffend die Objekte 10, 23, 34, 37, 52, 60, 69, 96, 136, 165, 167, 186, 192, 203 und 211 aufzuheben und der Zuschlag der Beschwerdeführerin zu erteilen, eventualiter sei die Sache zur Neube- urteilung an die Vergabestelle zurückzuweisen, dass die Beschwerdeführerin in prozessualer Hinsicht insbesondere einen Antrag auf superprovisorische bzw. provisorische Erteilung der aufschie- benden Wirkung gestellt hat, dass das Bundesverwaltungsgericht der Vergabestelle mit Zwischenverfü- gung vom 9. Mai 2025 einstweilen alle Vollzugsvorkehrungen untersagte, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeverfahrens präjudizieren können, namentlich den Abschluss des Vertrags mit den Zuschlagsemp- fängerinnen, dass die Vergabestelle gleichzeitig eingeladen wurde, zur Beschwerde in der Hauptsache und zu den prozessualen Anträgen Stellung zu nehmen sowie die Akten des Vergabeverfahrens einzureichen, dass mit Zwischenverfügungen vom 9. Mai 2025 und 13. Mai 2025 auch den Beschwerdegegnerinnen 1–4 Gelegenheit gegeben wurde, mitzutei- len, ob sie aktiv Parteirechte ausüben wollen, sowie eine allfällige Be- schwerdeantwort einzureichen, dass die Beschwerdeführerin den in der Höhe von Fr. 1'500.– einverlang- ten Kostenvorschuss innert Frist bezahlt hat, dass die E._______ AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerin 4) mit Ein- gabe vom 22. Mai 2025 um eine Fristerstreckung zur Einreichung der Be- schwerdeantwort ersucht hat, woraufhin sämtlichen Parteien die Frist zur
B-3401/2025 Seite 4 Einreichung einer Beschwerdeantwort bzw. der Vernehmlassung mit Ver- fügung vom 23. Mai 2025 bis zum 23. Juni 2025 erstreckt wurde, dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 28. Mai 2025 mitgeteilt hat, dass sie mit auf simap.ch publizierter Verfügung vom 28. Mai 2025 die ange- fochtene Zuschlagsverfügung in Wiedererwägung gezogen sowie mit indi- viduell eröffneter Verfügung vom 28. Mai 2025 den Abbruch des gegen- ständlichen Vergabeverfahrens zwecks Neuauflage verfügt habe, dass die Vergabestelle zur Begründung für den Widerruf und den Abbruch angegeben hat, dass einerseits die angefochtene Zuschlagsverfügung be- züglich Zuschlagspreise sowie der zugrundliegenden Berechnung fehler- haft war und andererseits die Angebote aufgrund von Unklarheiten und Wi- dersprüchen in den Ausschreibungsunterlagen nicht vergleichbar gewesen seien, dass die Vergabestelle deshalb beantragt hat, das vorliegende Verfahren sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben, dass die Instruktionsrichterin der Beschwerdeführerin und den Beschwer- degegnerinnen 1–4 mit Verfügung vom 30. Mai 2025 Gelegenheit gegeben hat, sich zum Antrag der Vergabestelle auf Gegenstandslosigkeit des Ver- fahrens und zur Frage der Kostenregelung zu äussern, dass die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 13. Juni 2025 erklärt hat, dass sie sich dem Antrag der Vergabestelle vom 28. Mai 2025, wonach das vorliegende Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden ab- zuschreiben sei, nicht wiedersetze, dass die Beschwerdeführerin weiter ausgeführt hat, dass allfällige Verfah- renskosten der Vergabestelle aufzuerlegen seien, da diese den Abbruch des Vergabeverfahrens zu verantworten habe, dass auch die Beschwerdegegnerin 4 mit Eingabe vom 18. Juni 2025 er- klärt hat, sich dem Antrag der Vergabestelle auf Abschreibung des Verfah- rens wegen Gegenstandslosigkeit nicht zu widersetzen, dass die Beschwerdegegnerin 4 gleichzeitig eine Kostennote eingereicht und geltend gemacht hat, dass die Verfahrenskosten der Vergabestelle aufzuerlegen und ihr zu Lasten der Vergabestelle eine Parteientschädi- gung zuzusprechen sei, zumal die Gegenstandslosigkeit durch das Verhal- ten der Vergabestelle bewirkt worden sei,
B-3401/2025 Seite 5 dass die C._______ AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerin 2) mit Ein- gabe vom 19. Juni 2025 mitgeteilt hat, dass sie auf eine Stellungnahme zur Eingabe der Vergabestelle vom 28. Mai 2025 und deren Antrag auf Ab- schreibung des Beschwerdeverfahrens verzichte, dass die B._______ AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerin 1) und die D._______ AG (im Folgenden: Beschwerdegegnerin 3) mit Stellungnah- men vom 23. Juni 2025 erklärten, sich einer Abschreibung des Beschwer- deverfahrens aufgrund Gegenstandslosigkeit nicht entgegenzustellen, dass die Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 gleichzeitig je eine Kostennote eingereicht und beantragt haben, die Verfahrenskosten seien der Vergabe- stelle aufzuerlegen und den Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 sei eine Par- teientschädigung zuzusprechen, dass während der Rechtsmittelfrist keine Beschwerde gegen die erwähnte Widerrufsverfügung beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen ist,
und in Erwägung zieht, dass der vorliegend in Frage stehende Dienstleistungsauftrag in den An- wendungsbereich des Bundesgesetzes vom 21. Juni 2019 über das öffent- liche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) fällt (Art. 4 Abs. 2 Bst. f BöB, Art. 8 Abs. 2 Bst. c BöB, Art 8 Abs. 4 BöB i.V.m. Anhang 4 zum BöB, Art. 53 Abs. 1 Bst. e BöB) und die Zuständigkeit des Bundesverwaltungs- gericht deshalb als gegeben zu erachten ist (Art. 52 Abs. 1 BöB, Art. 32 f. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsge- richt [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]), dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 173.021) richtet, soweit das BöB und das VGG nichts Anderes bestimmen (Art. 55 BöB und Art. 37 VGG), dass die Vergabestelle bis zu ihrer Vernehmlassung ihren ursprünglichen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann (Art. 58 Abs. 1 VwVG), dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 28. Mai erklärt, dass mit dem Wi- derruf der Zuschlagsverfügung und der angekündigten Neuausschreibung
B-3401/2025 Seite 6 den Rechtsbegehren der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin aufgrund der erhobenen Rügen an sich entsprochen werde, dass sich die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerinnen der Abschreibung des Beschwerdeverfahrens wegen Gegenstandslosigkeit, wie erwähnt, nicht widersetzen, dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass bei Gegenstandslosigkeit die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass zur Bestimmung der Partei, welche die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, auf materielle Kriterien abzustellen ist, mithin nach dem materiellen Grund für das formelle Verhalten zu fragen und dabei unerheblich ist, wer die formelle Prozesshandlung vornimmt, die zu einer Abschreibung des Verfahrens führt (Urteil des BGer 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4 m.H.; Urteil des BVGer B-5337/2021 vom 12. Januar 2022 S. 5), dass bei einer gestützt auf Art. 58 VwVG erfolgten Wiedererwägung einer Verfügung die Vorinstanz dann als unterliegend gilt, wenn diese ihren Ent- scheid bis zur Vernehmlassung an das Bundesverwaltungsgericht aus bes- serer eigener Einsicht abgeändert hat (Urteil 2C_564/2013 E. 2.4 m.H.; Ur- teil B-5337/2021 S. 5), dass vorliegend die Vergabestelle ausdrücklich einräumt, dass einerseits die angefochtene Zuschlagsverfügung bezüglich Zuschlagspreise sowie der zugrundliegenden Berechnung fehlerhaft war und andererseits die An- gebote aufgrund von Unklarheiten und Widersprüchen in den Ausschrei- bungsunterlagen nicht vergleichbar gewesen seien, dass damit davon auszugehen ist, dass die Vergabestelle die Zuschlags- verfügung u.a. auch aufgrund der Rügen der Beschwerdeführerin in Wie- dererwägung gezogen hat, dass die Vergabestelle demnach als unterliegend anzusehen ist,
B-3401/2025 Seite 7 dass Vorinstanzen aber keine Verfahrenskosten zu bezahlen haben (Art. 63 Abs. 2 VwVG), weshalb im vorliegenden Fall keine Verfahrenskos- ten zu erheben sind, dass der Beschwerdeführerin der bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1’500.– zurückzuerstatten ist, dass die Beschwerdeinstanz nach Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder teil- weise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Ent- schädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann, wobei die Parteientschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei umfasst (Art. 8 VGKE), dass, wenn ein Verfahren gegenstandslos wird, Art. 5 VGKE für die Fest- setzung der Parteientschädigung sinngemäss gilt (Art. 15 VGKE), dass demnach in der Regel jene Partei entschädigungspflichtig ist, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, dass vorliegend daher die Vergabestelle entschädigungspflichtig ist, dass die Parteientschädigung aufgrund der eingereichten Kostennote fest- zusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE), dass die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin sowie die anwalt- lich vertretene Beschwerdegegnerin 2 keine Parteientschädigungen gel- tend machen, dass demgegenüber die Beschwerdegegnerinnen 1,3 und 4 je eine Hono- rarnote für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht eingereicht ha- ben, dass aus Art. 14 Abs.2 VGKE nicht folgt, dass eine eingereichte Kosten- note unbesehen übernommen werden darf, dass vielmehr nur die insgesamt notwendigen Kosten beziehungsweise der notwendige Zeitaufwand zu ersetzen sind, wobei dem Bundesverwal- tungsgericht bei der Festlegung der Höhe der Parteientschädigung ein er- heblicher Ermessensspielraum zusteht (Urteile des BGer 8C_329/2011 vom 29. Juli 2011 E. 2.2 und E. 6.1; 2C_445/2009 vom 23. Februar 2010 E. 5.3),
B-3401/2025 Seite 8 dass Parteikosten dann als notwendig zu betrachten sind, wenn sie zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung unerlässlich erscheinen, und die Frage, ob dies zutrifft, nach der Prozess- lage, wie sie sich dem Betroffenen im Zeitpunkt der Kostenaufwendung darbot, zu beantworten ist (BGE 131 II 200 E. 7.2; Urteile des BVGer A-4556/2011 vom 27. März 2012 E. 2.2.2; B-5337/2021 S. 6), dass die Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 mit am 23. Juni 2025 einge- reichten Kostennoten für den Zeitraum vom 12. Mai 2025 bis 23. Juni 2025 je einen Honoraraufwand von Fr. 3'277.05 bei einem Zeitaufwand von je 7,82 Stunden (1/2 von 15,64 Stunden) sowie je einer Kleinspesenpau- schale von Fr. 95.45 und 8,1% MwSt. geltend machen, dass dieser geltend gemachte Zeitaufwand mit Blick auf die rechtlichen und sachverhaltlichen Schwierigkeiten des Falles angemessen erscheint, dass sich aus der Honorarnote jedoch ergibt, dass Stundensätze von Fr. 370.– und Fr. 410.– zur Anwendung gelangten, dass nach der Praxis der Bundesverwaltungsgerichts in Beschaffungssa- chen von einem Regelstundensatz von Fr. 350.– auszugehen ist, wobei für besonders komplexe Verfahren der Maximalsatz von Fr. 400.– pro Stunde zur Anwendung gebracht wird (Urteil B-5337/2021 S. 6 mit Hinweis auf das Urteil des BVGer B-6177/2008 vom 13. Februar 2009, auszugsweise pu- bliziert als BVGE 2009/17 E. 11.4), dass es sich vorliegend angesichts der Komplexität und des Umfanges der vorliegenden Vergabesache (insbesondere über 250 verschiedene Ob- jekte) um eine besonders komplexes Verfahren handelt, das die Anwen- dung eines höheren Stundensatzes rechtfertigt, dass demnach die Honorarforderungen der Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 hinsichtlich des angewendeten Stundensatzes von Fr. 410.– zu re- duzieren sind (Anwendung des Maximalstundensatzes von Fr. 400.–), dass zudem die Spesen aufgrund der tatsächlichen Kosten ausbezahlt werden (Art. 11 Abs. 1 Satz 1 VGKE) und besondere Verhältnisse, welche die Vergütung eines Pauschalbetrages anstelle der tatsächlichen Kosten rechtfertigen würden (Art. 11 Abs. 3 VGKE), nicht ersichtlich sind, dass mithin die Position «Kleinspesenpauschale 3%» im Rahmen der Par- teientschädigung nicht zu vergüten ist (vgl. Abschreibungsentscheide des
B-3401/2025 Seite 9 BVGer B-4181/2021 vom 2. November 2021 S. 5 und B-44/2013 vom 19. Februar 2013 S. 4), dass die Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 gemäss UID-Register vor- steuerabzugsberechtigt sind und daher kein Mehrwertsteuerzuschlag in die Parteientschädigungen aufzunehmen ist, dass demnach die Parteientschädigungen für die anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 auf insgesamt je Fr. 2’930.75 festzuset- zen sind, dass die Beschwerdegegnerin 4 für das vorliegende Verfahren mit Eingabe vom 18. Juni 2025 eine Parteientschädigung von Fr. 5'330.– zuzüglich Mehrwertsteuer und Kleinspesenpauschale von 3% geltend macht, dass aus der am 18. Juni 2025 eingereichten Honorarnote der Beschwer- degegnerin 4 hervorgeht, dass im Zeitraum vom 15. Mai 2025 bis 18. Juni 2025 für das vorliegende und die beiden parallelen Verfahren B-3419/2025 und B-3439/2025 insgesamt Leistungen im Umfang von 57.40 Stunden er- bracht wurden, dass gemäss den Darlegungen der Beschwerdegegnerin 4 rund ein Viertel dieses Aufwandes auf das vorliegende Verfahren entfallen ist, dass dieser Zeitaufwand angesichts der Komplexität und des Umfanges der vorliegenden Vergabesache (insbesondere über 250 verschiedene Ob- jekte) und des für die Beschwerdegegnerin 4 bestehenden Zeitdrucks nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin 4 jedoch Stundensätze von Fr. 350.– und Fr. 450.– geltend gemacht hat, der vorliegend anzuwendende Maximal- stundensatz aber Fr. 400.– beträgt (vgl. oben), dass die Parteientschädigung für die anwaltlich vertretene Beschwerde- gegnerin 4 unter Berücksichtigung dieser Korrektur für das vorliegende Be- schwerdeverfahren auf Fr. 5'176.25 festzusetzen ist, dass im Übrigen auch bei der Beschwerdegegnerin 4 die Position «Klein- spesenpauschale 3%» im Rahmen der Parteientschädigung nicht zu ver- güten ist (vgl. oben),
B-3401/2025 Seite 10 dass auch die Beschwerdegegnerin 4 gemäss UID-Register vorsteuerab- zugsberechtigt ist und daher kein Mehrwertsteuerzuschlag in die Parteient- schädigung aufzunehmen ist.
B-3401/2025 Seite 11 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Je ein Doppel bzw. eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 13. Juni 2025 geht an die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerin- nen 1–4. 2. Je eine Doppel der Eingabe der Beschwerdegegnerin 4 vom 18. Juni 2025 geht inkl. Beilage an die Vergabestelle, die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerinnen 1–3. 3. Je ein Doppel bzw. eine Kopie der Eingabe der Beschwerdegegnerin 2 vom 19. Juni geht an die Vergabestelle, die Beschwerdeführerin und die Be- schwerdegegnerinnen 1, 3 und 4. 4. Je ein Doppel bzw. eine Kopie der Eingaben der Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 vom 23. Juni 2025 gehen inkl. Beilage an die Vergabestelle, die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerinnen 2 und 4. 5. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben. 6. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh- rerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Abschreibungsentscheids zurückerstattet. 7. Die Vergabestelle wird verpflichtet den Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 je eine Parteientschädigung von Fr. 2’930.75 zu bezahlen. 8. Die Vergabestelle wird verpflichtet der Beschwerdegegnerin 4 eine Partei- entschädigung von Fr. 5'176.25 zu bezahlen. 9. Der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 2 werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
B-3401/2025 Seite 12 10. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerinnen 1–4.
Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:
Kathrin Dietrich Corine Knupp
Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG), soweit sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 2 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Han- den der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: 1. Juli 2025
B-3401/2025 Seite 13 Zustellung erfolgt an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss Ziff. 2–4 sowie Rückerstattungsformular) – die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID #2638; Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss Ziff. 1–4) – die Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 (Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss Ziff. 1–3) – die Beschwerdegegnerin 2 (Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss Ziff. 1, 2 und 4) – die Beschwerdegegnerin 4 (Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss Ziff. 1, 3 und 4)