Quelldetails
Rechtsraum
Schweiz
Region
Federal
Verfugbare Sprachen
Deutsch
Zitat
CH_BVGE_001
Gericht
Bvger
Geschaftszahlen
CH_BVGE_001, B-3331/2020
Entscheidungsdatum
02.07.2020
Zuletzt aktualisiert
25.03.2026

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l

Abteilung II B-3331/2020

Urteil vom 2. Juli 2020 Besetzung

Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), Richter Jean-Luc Baechler, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.

Parteien

A._______, vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. Roberto Dallafior und/oder Dr. Maria Walter Burkhardt, Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid nach Rückweisung durch das Bundesgericht.

B-3331/2020 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: Vor- instanz) mit Verfügung vom 1. November 2018 das Enforcementverfahren gegen A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) einstellte und ihm Ver- fahrenskosten von Fr. 12'500.– auferlegte, dass das Bundesverwaltungsgericht die vom Beschwerdeführer mit Ein- gabe vom 5. Dezember 2018 erhobene Beschwerde gegen die Kostenauf- lage mit Urteil B-6932/2018 vom 3. Februar 2020 abgewiesen und ihm Ver- fahrenskosten von Fr. 1'250.– auferlegt hat, dass das Bundesgericht die vom Beschwerdeführer dagegen geführte Be- schwerde mit Urteil 2C_235/2020 vom 25. Mai 2020 gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Februar 2020 aufgehoben hat, dass das Bundesgericht die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Ent- schädigungsfolgen des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht an die- ses zurückgewiesen hat, dass daher über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Verfahren B-6932/2018 neu zu befinden ist, dass der Beschwerdeführer entsprechend dem Ausgang des bundesge- richtlichen Verfahrens im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht als ob- siegend zu betrachten ist, dass der nunmehr obsiegende Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), weshalb ihm der einbezahlte Kostenvorschuss nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ent- scheids zurückzuerstatten ist, dass Vorinstanzen oder beschwerdeführende Bundesbehörden, die unter- liegen, keine Verfahrenskosten tragen (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen Kosten zuzu- sprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und Art. 8 ff. des Regle- ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs- gericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]),

B-3331/2020 Seite 3 dass die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine Kostennote einge- reicht haben, weshalb die Parteientschädigung aufgrund der Akten und des geschätzten Aufwands durch das Bundesverwaltungsgericht festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE), dass die Parteientschädigung in Anwendung der gesetzlichen Bemes- sungsfaktoren und nach Massgabe des Aufwands auf Fr. 9'500.– festzu- setzen ist, dass die Vorinstanz als verfügende Behörde zu verpflichten ist, dem Be- schwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten (Art. 64 Abs. 2 VwVG), dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE).

B-3331/2020 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Für das Verfahren B-6932/2018 werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der im Verfahren B-6932/2018 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'250.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 2. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz für das Verfahren B-6932/2018 eine Parteientschädigung von Fr. 9'500.– zugesprochen. 3. Für das vorliegende Verfahren B-3331/2020 werden keine Verfahrenskos- ten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Willisegger Astrid Hirzel

B-3331/2020 Seite 5 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde- führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 7. Juli 2020

Zitate

Gesetze

7

Gerichtsentscheide

3
  • 2C_235/202025.05.2020 · 6 Zitate
  • B-3331/2020
  • B-6932/2018