OGH 4Ob142/10a

4Ob142/10aObergericht05.10.2010

Gesamter Gesetzestext

OGH 4Ob142/10a

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 05.10.2010

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch die Senatspräsidentin Dr.Schenk als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr.Vogel, Dr.Jensik, Dr.Musger und Dr.Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei M***** GmbH, , vertreten durch Berger Saurer Zöchbauer Rechtsanwälte in Wien, gegen die beklagte Partei A GmbH, *****, vertreten durch Gheneff Rami Sommer Rechtsanwälte KG in Wien, wegen Unterlassung, Schadenersatz und Urteilsveröffentlichung (Streitwert im Sicherungsverfahren 35.000EUR), über den außerordentlichen Revisionsrekurs der beklagten Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 30.Juni2010, GZ 2R125/10g11, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der außerordentliche Revisionsrekurs wird gemäß

§§78,402Abs4EO iVm §526Abs2Satz1ZPO mangels der Voraussetzungen des §528 Abs1ZPO zurückgewiesen (§528a iVm §510Abs3ZPO).

Begründung:

Begründung

Gemäß §405 ZPO, der auch im Provisorialverfahren zu beachten ist, ist das Gericht nicht befugt, einer Partei etwas zuzusprechen, was nicht beantragt ist. „Antrag“ im Sinne dieser Bestimmung meint nicht nur das Klagebegehren allein, es ist auch der Inhalt der Klage zu beachten. Das Gericht darf dem Urteilsspruch eine klarere und deutlichere, vom Begehren abweichende Fassung geben, sofern diese in den Behauptungen des Klägers ihre eindeutige Grundlage findet und sich im Wesentlichen mit seinem Begehren deckt (4Ob239/01b mwN).

Die Auffassung des Rekursgerichts, das von ihm neu gefasste Sicherungsgebot finde im dazu vorgebrachten Begehren Deckung, wendet diese Rechtsprechung in vertretbarer Weise auf den Einzelfall an und bedarf keiner Korrektur durch gegenteilige Sachentscheidung.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.