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12Os126/09k•OGH 12Os126/09k
Der Oberste Gerichtshof hat am 24. September 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Holzweber als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll, Dr. Schwab, Dr. T. Solé und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr. Hofer als Schriftführerin in der Strafsache gegen E***** B***** und weitere Angeklagte wegen des Verbrechens des Diebstahls durch Einbruch nach §§ 12 dritter Fall, 127, 129 Z 1 StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten E***** B***** sowie über die Berufung der Angeklagten N***** S***** gegen das Urteil des Landesgerichts Krems an der Donau als Jugendschöffengericht vom 1. April 2009, GZ 29 Hv 5/09y-56, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss
gefasst:
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.
Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.
Dem Angeklagten E***** B***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.
Gründe:
Mit dem angefochtenen, rechtskräftige Schuldsprüche der Mitangeklagten S***** Br***** und M***** Sa***** sowie einen rechtskräftigen Freispruch betreffend E***** B***** und einen Verfolgungsvorbehalt gemäß § 263 StPO enthaltenden Urteil wurde - soweit für dieses Rechtsmittelverfahren von Bedeutung - der Angeklagte E***** B***** des Verbrechens des Diebstahls durch Einbruch nach §§ 12 dritter Fall, 127, 129 Z 1 StGB (I./A./2./) schuldig erkannt.
Danach haben S***** Br*****, E***** B***** und N***** S***** am 4. November 2008 anderen fremde bewegliche Sachen mit dem Vorsatz weggenommen, sich durch deren Zueignung unrechtmäßig zu bereichern, indem S***** Br***** jeweils ein Fenster aufzwängte, einschlug und durch dieses einstieg, sowie E***** B***** und N***** S***** dadurch beitrugen, dass sie mit ihm zu den Tatorten fuhren und beim Abtransport der Beute halfen, und zwar
a./ in S***** dem ESV S***** Leergut im Wert von 25 Euro; b./ in K***** dem USV K***** 86 EUR Bargeld, ein Handy, ein Handmikrofon, ein Mischpult, einen Verstärker und ein Radio im Gesamtwert von 2.718 Euro.
Der gegen diesen Schuldspruch gerichteten und auf § 281 Abs 1 Z 5 und 9 lit a gestützten Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten E***** B***** kommt keine Berechtigung zu.
Entgegen den Ausführungen der eine Unvollständigkeit behauptenden Mängelrüge (Z 5) wurden die leugnenden Einlassungen des E***** B***** und der N***** S***** vom erkennenden Gericht sehr wohl erwogen, aber unter Hinweis auf die seine Mitangeklagten belastende Aussage des S***** Br***** und die damalige Geldnot aller drei Angeklagten für unglaubwürdig befunden (US 23 f). Dem weiteren Rechtsmittelvorbringen zuwider berücksichtigten die insoweit mit einem Freispruch vorgehenden (US 10) Tatrichter auch die Verantwortung des Nichtigkeitswerbers, wonach er bei zwei weiteren Einbrüchen nicht mitgewirkt habe (US 16 und US 23).
Die von einer bloßen Anwesenheit des Beschwerdeführers am Tatort ausgehende Rechtsrüge lässt wiederum die zum Tatbeitrag des Nichtigkeitswerbers getroffenen Feststellungen außer Acht. Danach unterstützten E***** B***** und N***** S***** den als unmittelbarer Täter fungierenden S***** Br***** bei den zuvor in Aussicht genommenen Diebstählen durch die Fahrt zum Tatort und das Mitwirken am Abtransport der Beute (US 17 f, US 23 f und US 28). Die Beschwerde orientiert sich solcherart nicht an den Anfechtungskriterien des § 281 Abs 1 Z 9 lit a StPO.
Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (§ 285d Abs 1 StPO). Daraus folgt die Kompetenz des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen (§ 285i StPO).
Die Kostenentscheidung stützt sich auf § 390a Abs 1 StPO.
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