OGH 5Ob1026/93

5Ob1026/93Obergericht25.05.1993

Gesamter Gesetzestext

OGH 5Ob1026/93

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 25.05.1993

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Jensik als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Zehetner, Dr.Klinger, Dr.Schwarz und Dr.Floßmann als weitere Richter in der Rechtssache der Antragstellerin Anna R*****, Pensionistin, ***** Wien, Wgasse 5/12, vertreten durch Edeltraud Duschek, Sekretärin der Mietervereinigung Österreichs, 1090 Wien, Währingerstraße 41, wider die Antragsgegner 1.) Dr. Jutta W, ***** Wien, W*****gasse 5/19,

2. ) Hans R*****, ***** Wien, Wgasse 5/15, 3.) Dr.Rudolf A, ***** W*****, Ugasse 11, 4.) Jeffrey-Zosel ***** A, ***** Wien, Wgasse 5, 5.) Rudolf F, ***** Wien, P*****gasse 12, letzterer vertreten durch Dr.Hellmut Weiser und Dr.Brigitte Weiser, Rechtsanwälte in Wien, wegen § 37 Abs 1 Z 13 MRG infolge außerordentlichen Rekurses des Fünftantragsgegners gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für ZRS Wien als Rekursgericht vom 21. Juli 1992, GZ 41 R 914/91-37, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs des Fünftantragsgegners wird gemäß § 37 Abs 3 Z 16 bis Z 18 MRG iVm § 526 Abs 2 Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 528 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528a ZPO iVm § 510 Abs 3 ZPO).

Begründung

Begründung:

1. ) Nach ständiger Rechtsprechung kann der Oberste Gerichtshof zur Überprüfung der rechtlichen Beurteilung eines Streitfalls nicht mehr angerufen werden, wenn schon in zweiter Instanz keine (gesetzmäßig ausgeführte) Rechtsrüge erhoben wurde (JBl 1976, 436; ÖBl 1991, 108 uva). Die auf die Geltendmachung von Verfahrensfehlern sowie von Fehlern der Beweiswürdigung beschränkten Rekurse gegen den erstgerichtlichen Sachbeschluß (ON 14 und 17) schließen somit die Anrufung des Obersten Gerichtshofes zur Klärung von Rechtsfragen des materiellen Rechts iSd § 528 Abs 1 ZPO (iVm § 37 Abs 3 Z 16 MRG) aus.

2. ) Eine mangelhafte Befassung mit der Tatsachenrüge des nunmehrigen Revisionsrekurswerbers könnte dem Rekursgericht nur dann als Verletzung der Prozeßgesetze vorgeworfen werden, wenn es sich mit den gegen die erstrichterliche Beweiswürdigung vorgebrachten Argumenten überhaupt nicht oder zumindest nicht in nachvollziehbarer Weise auseinandergesetzt hätte (vgl. EFSlg 64.140; RZ 1990, 285/121; RZ 1991, 45/5 ua). Das trifft im gegenständlichen Fall nicht zu.

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