Verfassungsgerichtshof V92/2024 ua (V92-93/2024-8)

V92/2024 ua (V92-93/2024-8)Verfassungsgericht27.02.2025

Regest

Raumordnung, Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan, Widmung, Determinierungsgebot, Rechtsstaatsprinzip, Verordnungserlassung, Konvalidierung

Gesamter Gesetzestext

Verfassungsgerichtshof V92/2024 ua (V92-93/2024-8)

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 27.02.2025
  • ECLI: ECLI:AT:VFGH:2025:V92.2024

Spruch

I.1. Der Flächenwidmungsplan Nr 3, südlicher Teil, beschlossen vom Gemeinderat der Gemeinde St. Marien am 22. März 1985 und 20. Juni 1986, aufsichtsbehördlich genehmigt mit Bescheid der Oberösterreichischen Landesregierung vom 3. Juli 1986, kundgemacht durch Anschlag an der Amtstafel vom 10. bis zum 25. Juli 1986, war, soweit er sich auf das Grundstück Nr 154, KG Weichstetten, bezog, gesetzwidrig.

2. Der Bebauungsplan Nr 22 "Passenbrunner II", Änderung Nr 1, beschlossen vom Gemeinderat der Gemeinde St. Marien am 5. September 1986, kundgemacht durch Anschlag an der Amtstafel vom 23. September bis zum 8. Oktober 1986, war, soweit er sich auf die Grundstücke Nr 154/7 und Nr 154/8, KG Weichstetten, bezieht, bis zum Inkrafttreten des Flächenwidmungsplanes Nr 4, Blatt Südost, beschlossen vom Gemeinderat der Gemeinde St. Marien am 26. April 2001, aufsichtsbehördlich genehmigt mit Bescheid der Oberösterreichischen Landesregierung vom 29. Jänner 2002, kundgemacht durch Anschlag an der Amtstafel vom 7. bis zum 18. Februar 2002, gesetzwidrig.

II.Die Oberösterreichische Landesregierung ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Landesgesetzblatt für Oberösterreich verpflichtet.

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