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G219/2020 ua•Verfassungsgerichtshof G219/2020 ua
G219/2020 uaVerfassungsgericht01.10.2020
COVID (Corona), VfGH / Individualantrag, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Weg zumutbarer, Geltungsbereich (zeitlicher) einer Verordnung, Verordnungserlassung, Determinierungsgebot
I.1. §3 der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID19, BGBl II Nr 96/2020, idF BGBl II Nr 130/2020 war gesetzwidrig.
2. Die als gesetzwidrig festgestellte Bestimmung ist nicht mehr anzuwenden.
II.Die Behandlung des Antrages auf Aufhebung des §1 des Bundesgesetzes betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID19 (COVID19-Maßnahmengesetz), BGBl I Nr 12/2020, idF BGBl I Nr 23/2020 wird abgelehnt.
III.Der Bund (Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) ist schuldig, der antragstellenden Partei zuhanden ihrer Rechtsvertreterin die mit € 2.856,– bestimmten Prozesskosten binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.
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