Verfassungsgerichtshof G237/03 ua

G237/03 uaVerfassungsgericht15.10.2004

Regest

Asylrecht, Auslegung authentische, Auslegung verfassungskonforme, Determinierungsgebot, Eigentumseingriff, Ermessen, EU-Recht, Fremdenpolizei, Schubhaft, Anwendbarkeit, Geltungsbereich (zeitlicher) eines Gesetzes, Kompetenz Bund - Länder, Bedarfsgesetzgebung, Bedarfskompetenz, Kompetenz Bund - Länder Verwaltungsverfahren, Privat- und Familienleben, Privatwirtschaftsverwaltung, Rechtsbegriffe unbestimmte, Rechtsschutz, Rechtsstaatsprinzip, Unabhängiger Bundesasylsenat, Vertrauensschutz, Verwaltungsverfahren, Ermittlungsverfahren, Parteiengehör, Wirkung aufschiebende, VfGH / Antrag, Eventualantrag, VfGH / Aufhebung Wirkung, VfGH / Bedenken, VfGH / Fristsetzung, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsumfang, Berufung, Neuerungen

Gesamter Gesetzestext

Verfassungsgerichtshof G237/03 ua

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 15.10.2004

Spruch

I. 1. Der Antrag der oberösterreichischen Landesregierung wird

zurückgewiesen, soweit er die nachstehenden Bestimmungen des Asylgesetzes 1997, BGBl. I Nr. 76/1997, in der Fassung der AsylG-Novelle 2003, BGBl. I Nr. 101/2003, zum Gegenstand hat:

II. 1. Die folgenden Bestimmungen des Asylgesetzes 1997, BGBl. I Nr. 76/1997, in der Fassung der AsylG-Novelle 2003, BGBl. I Nr. 101/2003, werden als verfassungswidrig aufgehoben:

Die Aufhebung des §34b Abs1 Z3 tritt mit Ablauf des 30. Juni 2005 in Kraft. Diese Bestimmung ist in den am 15. Oktober 2004 beim Verfassungsgerichtshof, beim Verwaltungsgerichtshof und beim unabhängigen Bundesasylsenat anhängigen Verfahren nicht mehr anzuwenden.

3. Frühere Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

4. Der Bundeskanzler ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Bundesgesetzblatt I verpflichtet.

III. Die übrigen Anträge werden abgewiesen.

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