Verfassungsgerichtshof G15/08; V304/08 ua

G15/08; V304/08 uaVerfassungsgericht04.12.2008

Regest

Rechtsanwälte, Berufsrecht, Determinierungsgebot, Auslegung verfassungskonforme, Selbstverwaltung, VfGH / Präjudizialität, VfGH / Prüfungsumfang

Gesamter Gesetzestext

Verfassungsgerichtshof G15/08, V304/08 ua

  • Dokumenttyp: Entscheidungstext
  • Entscheidungsdatum: 04.12.2008

Spruch

I. §37 Abs1 Z2b der Rechtsanwaltsordnung vom 6. Juli 1868, RGBl. Nr. 96, idF BGBl. I Nr. 93/2003, wird als verfassungswidrig aufgehoben.

Die Aufhebung tritt mit 31. Dezember 2009 in Kraft.

Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.

Der Bundeskanzler ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Bundesgesetzblatt verpflichtet.

II. Als gesetzwidrig werden aufgehoben

1. §9b der Richtlinien für die Ausübung des Rechtsanwaltsberufes, für die Überwachung der Pflichten des Rechtsanwaltes und für die Ausbildung der Rechtsanwaltsanwärter 1977 (RL-BA 1977), kundgemacht im Amtsblatt zur Wiener Zeitung vom 28. September 1999 bzw. 27. September 2001, sowie

2. das Statut der Treuhand-Revision der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich, in der 10. Revisionsfassung vom 17. Februar 2005.

Die Aufhebungen treten mit 31. Dezember 2009 in Kraft.

Die Bundesministerin für Justiz ist zur unverzüglichen Kundmachung dieser Aussprüche im Bundesgesetzblatt II verpflichtet.

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